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Schweiz

Dachausbau – mehr Wohnraum nutzen

In der Schweiz ist Wohnraum enger geworden. In vielen Häusern findet sich unterm Dach potenzieller Wohnraum, der nicht genutzt wird. Häufig stapeln sich stattdessen auf dem Dachboden Kisten, werden Möbel und Bilder aufbewahrt, die man für später hortet, und lieb gewonnene Erinnerungsstücke gesammelt. Doch früher oder später kommt der Augenblick, in dem der Raum als Wohnraum benötigt wird. Ein Dachausbau ist angesagt.

Mehr Raumbedarf für die Kinder

Während die Kinder klein sind, ist es kein Problem, dass sie sich ein Zimmer teilen. Aber irgendwann kommt die Zeit, dass die lieben Kleinen gerne einen privaten Rückzugsort und ihr eigenes kleines Reich hätten. Spätestens wenn der Nachwuchs sich pausenlos zofft und die angespannte Situation zwischen den Streithähnen die Stimmung der gesamten Familie beeinträchtigt, ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man als Eltern eine Lösung sucht. Und man denkt darüber nach, ob man nicht die goldige Puppenstube von Lena, den schönen Kaufmannsladen von Conny, den antiken braunen Schrank von Opas Grossvater und das alte Harmonium von Grosstante Mina nachfolgenden Generationen schenken oder ins Brockenhaus geben könnte und den gewonnen Raum stattdessen unterm Dach für die Heranwachsenden ausbauen sollte.

Mit einem Dachausbau Wohnraum sinnvoll nutzen
Mit einem Dachausbau Wohnraum sinnvoll nutzen

Verfügbarer Wohnraum unterm Dach

Unterm Dach gibt es oft potenziell verfügbaren Wohnraum, der eben noch bewohnbar gemacht werden muss. In älteren Häusern ist der Dachboden oft nur über eine knarzende Holzleiter oder eine angsteinflössende Klapptreppe zu erreichen. Und oben, direkt unterm noch nicht ausgebauten Dach, kann es im Winter bei schlechter Isolierung eisig kalt werden. Und im Sommer staut sich die Hitze und es herrschen kaum erträglich heisse Temperaturen. Und wenn der Klimawandel weiter fortschreitet, dann kann es in Zukunft im Sommer unterm Dach noch viel heisser werden. Dabei ist das Wohnen unterm Dach eigentlich sehr behaglich, sofern das Raumklima stimmt.

Wärmedämmung ist beim Dachausbau wichtig

Eine optimale Wärmedämmung ist beim Ausbau eines Daches sehr wichtig. Über das Dach kann vor allem im Winter viel Heizwärme verloren gehen.

Eine gute Isolierung trägt in diesem Fall auch zum Umweltschutz bei und zahlt sich durch reduzierte Energie- und Heizkosten aus.

An einem hochwertigen Wärme- und Schallschutz und guter Dämmung sollte man also nicht sparen. Für die Dachdämmung stehen viele verschiedene Materialien zur Verfügung. Häufig werden zum Dämmen Baustoffe wie Mineralwolle oder Styropor eingesetzt, es gibt jedoch auch natürliche, ökologische Alternativen wie Holzfasern, Hanf oder Flachs, die zur Dämmung eingesetzt werden können.

Schönes Ambiente mit Holz und Dachfenstern

Dachwohnungen und Dachzimmer haben ein heimeliges Ambiente. Durch den Einbau grosszügiger (und gut isolierter) Dachfenster erhält man hellere Räume. Eine Lukarne, auch Dachgaube genannt, ist ein Dachaufbau im eigentlichen Dach, der zumeist ein stehendes Dachfenster hat. Durch den Bau einer solchen Gaube kann man den nutzbaren Raum und die Stellfläche unterm Dach vergrössern. Werden gläserne Lichtgauben eingebaut, wirkt der Innenraum noch grosszügiger und heller.

Auch die Wahl der Baumaterialien, die beim Dachausbau eingesetzt werden, haben einen positiven Einfluss auf das Ambiente.

Durch die Verwendung von Holz im Innenraum erhält der Raum ein angenehmes Wohnklima und eine heimelige Atmosphäre.

Schlafzimmer unterm Dach

Man muss den durch den Dachausbau gewonnenen Wohnraum übrigens nicht unbedingt den Kindern zur Verfügung stellen. Als Eltern kann man auch das eigene Schlafzimmer räumen, die Kinder dort einziehen lassen und die eigenen Zelte im neu ausgebauten Dachgeschoss mit dem kuscheligen Ambiente aufschlagen.

Quellenangaben und weiterführende Tipps aus dem WWW

Inkasso muss nicht sein – Vorsicht ist bei jedem Einkauf geboten

Dass Herr und Frau Schweizer dank grosszügiger Kreditmöglichkeiten, sich fast alles leisten können, ist bekannt. Die Vorweihnachtszeit ist geradezu eine Herausforderung, wenn man den Liebsten ein teures Geschenk kauft. Doch Achtung: Die Schulden- und Inkasso-Falle ist schneller da, als man glaubt.

(Von Jasmin Taher) Meine Zweijährige kommt oft freudestrahlend auf mich zu und drückt mir mit den Worten «Da, Mama! Schenkli!» ein hübsch verpacktes Etwas in die Hand. Mal schenkt sie mir eines ihrer Spielzeuge, mal einen Stift, mal einen Stein, mal einen Stock, mal ein Stück Käse. Und jedes Mal steht sie glücklich und gespannt vor mir und schaut mir zu, wie ich ihr Geschenk auspacke.

Inkasso verhindern, den Überblick behalten

Inkasso verhindern, den Überblick behalten

Schenken macht den Schenkenden glücklich!

Ob ein Weihnachtsgeschenk, ein Präsent zum Geburtstag, ein Blumenstrauss zum Jubiläum, ein Mitbringsel für eine Einladung… Schenken macht den Schenkenden glücklich. Bereits das darüber Nachdenken, worüber sich der Beschenkte freuen könnte, bereitet Freude. Wenn wir Gebasteltes, Gemaltes oder Gekauftes schön verpacken, überlegen wir uns oft, wie sich wohl der Empfänger darauf reagiert, wenn er es auspackt.

Wenn man sich beim Schenken übernimmt

Die Tochter meiner Freundin kam vor Kurzem mit einer teuren Smartwatch an. Ich fragte mich noch, wie sie sich so etwas Teures während ihrer Lehrzeit leisten kann. Da erklärte sie mir stolz, dass einer ihrer Verehrer – selbst auch noch in Ausbildung – sie ihr geschenkt hat.

Für mein Gefühl hatte sich ihr grosszügiger Schatz da eindeutig beim Schenken finanziell übernommen.

Die Liebesbeziehung war übrigens nur von kurzer Dauer, aber die Uhr trägt das Mädchen immer noch.

Teure Geschenke und Einladungen, die das Budget sprengen

Grosszügiges Auftreten, Einladungen ins Kino und ins Restaurant, teure Geschenke. Manchmal passen aufwendiger Lebensstil und tatsächliches, bescheidenes Einkommen nicht zusammen. Manche Leute sprengen ihr eigenes Budget nicht nur dadurch, dass sie sich selbst teure Dinge kaufen, die sie sich eigentlich nicht leisten können. Viele Menschen sind einfach gerne grosszügig und geben Geld mit beiden Händen für andere aus.

Kauf auf Kredit, Rechnung oder in Raten…

Der Handel und die Bankwirtschaft machen es einem heutzutage leicht, über die Verhältnisse zu leben. Kreditkarten werden einem auf dem Flughafen oder Bahnhof ohne weitere Liquiditätsprüfung geradezu nachgeworfen.

Zahlreiche Online-Angebote locken mit Kauf auf Rechnung und viele Händler bieten Ratenzahlung an.

Es gibt sogar die Möglichkeiten, im Internet Privatkredite zu scheinbar günstigen Konditionen zu finden. Als Kunde, der seine Finanzen wenig im Griff hat, läuft man leicht Gefahr, Schulden anzuhäufen.

…führt zu Geldproblemen und Schulden

Wenn man bereits Geldprobleme hat und seine Schulden nicht zurückzahlen oder die vereinbarten Raten nicht begleichen kann, werden die Probleme oft schnell grösser. Häufig wachsen die Schulden aufgrund von Verzugszinsen und Mahngebühren immer weiter an. Gläubiger haben verständlicherweise nicht ewig Geduld, auf die Rückzahlung ihrer Forderungen und Ansprüche. Reagieren Kunden nicht auf Mahnungen, werden oft Inkasso-Firmen beauftragt. Deren Aufgabe ist es, die offenen Forderungen von den Schuldnern einzufordern.

Schuldenberatung bevor eine Betreibung eingeleitet wird

Werden die Schulden des Schuldners – egal ob diese vom Händler oder vom Inkassounternehmen eingefordert werden – nicht beglichen, kann im nächsten Schritt eine Betreibung eingeleitet werden.

Es gibt in der Schweiz zahlreiche gemeinnützige Beratungsstellen, die eine Schuldenberatung anbieten. Hier erhält man als Betroffener Tipps bei Geldproblemen und lernt, kompetent mit Geld umzugehen. Die Schuldenberatungsstellen bieten Hilfe bei laufenden Betreibungsverfahren oder Pfändungen und liefern Informationen zu Verlustscheinen, Inkasso und zur Schuldensanierung.

Weiterführende Tipps und Quellenangaben:

Gartenideen für kleine Gärten

Kleine Gärten werden häufig in Steinwüsten verwandelt

(Jasmin Taher) Auch in der Schweiz sind immer mehr Steingärten zu sehen. Sie sind zweifelsohne hübsch anzuschauen und äusserst praktisch: Man muss nicht mähen und nicht giessen. Immer häufiger sieht man Steingärten in den Vorgärten und Hinterhöfen im Quartier. Und jedes Mal mache ich mir Sorgen.

Die geschotterten Gärten sind ökologisch gesehen tote Flächen. Anstatt dynamischer Grünflächen, die Pflanzen und Tieren eine Heimat bieten, werden Schottergärten angelegt. Hier können Insekten und Kleinsäuger weder Schutz noch Nahrung finden. Die Steingärten haben einen relativ geringen Pflegeaufwand. Teilweise werden Disteln und Löwenzahn, die zwischen den Steinen wachsen, nicht mit der Hand gepflegt. Stattdessen werden häufig Pestizide und Herbizide eingesetzt, um das Unkraut zu bekämpfen.

Ausserdem haben diese Steinwüsten einen negativen Einfluss auf das Mikroklima in ihrer Umgebung. Sie führen dazu, dass sich ihre Umgebung aufheizt.

Durch das Abdecken des Bodens mit Unkrautfolie und Unkrautvlies wird zudem der Boden nahezu versiegelt, Wasser kann schlecht abfliessen. Die Bodenfauna im Untergrund geht zugrunde und die Qualität des Bodens leidet.

Gartenideen für kleine Gärten - Ambiente ist möglich

Schon auf kleinem Raum kann ein natürlich Garten angelegt werden.

Lieber grüne statt graue Gärten

Anstatt graue Steingärten zu gestalten, sollten lieber lebendige gleich grüne Gärten angelegt werden. Bei der Auswahl der Pflanzen sollte man statt auf ausgefallene Pflanzenarten besser auf heimische Arten setzen.

Denn unsere endemischen Nützlinge sind auf die hiesigen Nahrungspflanzen spezialisiert.

Indem man Tieren mehr Futter bietet, steigert man deren Zahl sowie die Artenvielfalt. So kann man die Biodiversität selbst auf kleinen Flächen erhöhen. Ausserdem haben die mit Steinen und Kies monoton gestalteten Schottergärten einen geringeren Erholungswert für den Gartenbesucher. Denn auch das Erleben des Pflanzenwachstums und der Jahreszeiten – erste Blumen, Blattaustrieb, Blütezeit, Ausbilden von Früchten und Beeren, Herbstlaub, Winterruhe – geht im gleichförmigen Grau in Grau verloren.

Gärten mit Pflanzenvielfalt ziehen auch Tiere an.

Gärten mit Pflanzenvielfalt ziehen auch Tiere an.

Gestaltungsideen für kleine Gärten

Wenn man die richtigen Pflanzen auswählt, so kann man selbst auf kleinen Flächen einen wunderschönen, lebendigen Garten gestalten. Pflanzen Sie ein paar kleine Büsche oder Hecken, in denen Tiere Schutz und Nahrung finden. Legen Sie in einer Ecke einen Ast-, Reisig- oder Laubhaufen an, der Unterschlupf bietet. Stapeln Sie Brennholz im Garten zu einem Holzstapel. Das Holz können Sie im Winter zum Heizen verwenden – es sei denn, es befindet sich bereits ein Igelnest zwischen den Scheiten. Auch Blumen, Stauden und Sträucher bieten Nektar und Nahrung für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.

Und viele heimische Kräuter, wie Majoran, Zitronenmelisse und Borretsch, sind nicht nur als Heilpflanzen und Küchengewürze beliebt, sondern eigenen sich auch Futter- und Nektarpflanze für Insekten.

Umgestaltung von Steingarten in Naturgarten

Zu guter Letzt noch eine gute Nachricht: Es ist möglich, trostlose Steingärten wieder zurück in blühende, lebendige Naturgärten zu verwandeln.

Quelle:

 

Ein Naturgarten kann helfen

Tier- und Pflanzenwelt akut bedroht

Klimawandel, Insektizide, Verkehr, Umweltverschmutzung, eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten, Zerstörung natürlicher Lebensräume, Krankheiten, Schädlinge… Die Liste der Faktoren, die unsere Tier- und Pflanzenwelt in der Schweiz bedrohen, ist lang. Es ist höchste Zeit, Massnahmen gegen das Artensterben zu ergreifen. Damit können wir direkt im heimischen Garten anfangen.

Schutz der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt

Gemäss Artikel 1 des Schweizer Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG), hat dieses Gesetz unter anderem den Zweck «die einheimische Tier- und Pflanzenwelt sowie ihre biologische Vielfalt und ihren natürlichen Lebensraum zu schützen» sowie «die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile durch die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergebenden Vorteile zu fördern».

Naturgarten als schützendes Refugium

In einem Naturgarten finden bedrohte Tier- und Pflanzenarten ein schützendes Refugium. Da im Naturgarten auf den Einsatz von Insektiziden, Herbiziden und Pestiziden verzichtet wird, können Insekten, Amphibien, kleine Säugetiere und Vögel Schutz und Heimat finden. Auch Pflanzenarten, deren natürlicher Lebensraum durch intensive Landwirtschaft oder den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verdrängt wurden, können im Naturgarten ungestört wachsen.

Zusammenspiel von heimischen Pflanzen- und Tierarten

Aus dem Biologieunterricht wissen Sie sicherlich noch, dass Tiere und Pflanzen oft ganz speziell aufeinander angepasst sind. Ein Beispiel für dieses enge Zusammenspiel sind die Darwin-Finken, auch Galapagosfinken genannt. Deren Schnabelform hat sich im Laufe der Evolution an die unterschiedlichen Nahrungsquellen adaptiert. Eine ähnliche Entwicklung gibt es auch bei unseren heimischen Schmetterlingen, Wildbienen und Hummeln sowie bei anderen Bestäubern. Deren Rüssel sind für besondere Blütenformen optimiert und sie haben sich auf bestimmte Bäume, Pflanzen und Blumen spezialisiert, deren Nektar sie sammeln und deren Blüten sie gleichzeitig bestäuben. Häufig sind unsere Bienen oligolektisch, das heisst, sie sind bezüglich der Bestäubung und des Pollensammelns auf eine einzige Pflanzenfamilie oder Pflanzengattung spezialisiert. Die Insekten und Pflanzen haben eine enge Beziehung und hängen voneinander ab. Gibt es weniger Bienen in einem Lebensraum, geht auch der Bestand an Pflanzen zurück und vice versa.

Natur passt sich an, braucht aber Lebensraum

Lebensraum im Naturgarten schaffen

In einem Naturgarten kann man Lebensraum speziell für unsere einheimischen Pflanzen und Gewächsen schaffen. Damit das optimal gelingt, sollte man sich gut mit der einheimischen Tier- und vor allem mit der Pflanzenwelt auskennen. So kann man mit verschiedenen heimischen Doldenblütlern, Korbblütlern, Kreuzblütlern, Lippenblütlern, Schmetterlingsblütlern und Glockenblumengewächsen zahlreiche Nützlinge und Bestäuber in den Garten locken. Bei der Planung eines Naturgartens und der Wahl der optimalen Gräser, Blumen, Stauden, Büsche und Bäume kann ein erfahrener Gärtner helfen.

Quellen und Links:

  • Wildbee.ch: Wildbienen in der Schweiz, Rechtliche Situation
  • GGZ-Gartenbau.ch: Bioterra Fachbetrieb Naturgarten
  • Admin.ch: Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz
  • Wikipedia: Darwinfinken
  • Specktrum.de: Wie die Darwinfinken zu ihren unterschiedlichen Schnabelformen kamen

Landwirtschaft gestern: Buchhaltung in der Gemüsekiste

Die Schweiz zählte im Jahr 2017 insgesamt 51 620 Landwirtschaftsbetriebe, die totale landwirtschaftliche Nutzfläche 1,05 Mio. Hektaren. Die Zahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft betrug 153 864 (Quelle BfS).

Manchmal vergessen wir Aussenstehenden, dass unsere Landwirtschaft genau so professionell betrieben werden muss, wie Firmen. Dazu gehört auch eine professionelle Buchhaltung. Doch wie war es früher? Von der Nostalgie zur Pflicht. Ein Blog von Jasmin Taher.

Buchhaltung - auch für Kräuter? Ja!

Buchhaltung in der Gemüsekiste

Mein Onkel hatte eine Gärtnerei, in der er Kräuter angebaut hat. Ich erinnere mich, wie in meiner Kindheit unzählige Quittungsblöcke und handgeschriebene Lieferscheine im Wohnzimmer lagen. Geordnet wurden die Buchhaltungsunterlagen in stapelbaren Gemüsekisten. Wahrscheinlich wurden diese Kisten dann zu einem Buchhalter oder Steuerberater transportiert, der das ganze in eine – für das Finanzamt – akzeptable Form brachte. Der Geldfluss lief überwiegend bar ab. Die Kunden auf dem Grossmarkt kauften Schnittlauch, Petersilie, Dill und Suppengrün und bezahlten die erhaltene Ware direkt. Dafür stellte mein Onkel vor Ort eine handgeschriebene Quittung oder Rechnung aus. Manchmal riefen Grosskunden abends an, um Kräuter zu bestellen. Dann schrieb mein Onkel einen Lieferschein. Am nächsten Morgen bzw. eigentlich noch in der Nacht lieferte er die bestellte Ware ab und fuhr mit seinem Transporter an seinen Stellplatz auf dem Grossmarkt, von dem aus er die «Laufkundschaft», Gärtner oder Lebensmittelhändler, bediente. Sein «Büro» lag dann auf der Ladefläche: eine Kiste mit einem Quittungsblock, Lieferscheinen, Kugelschreibern und kleinen, grünen Gummiringen. Und sein «Konto» war ein riesengrosser, schwarzer Geldbeutel, den er bei sich trug.

Arbeit in Gärtnerei oder der Landwirtschaft geht nie aus

Nach dem Grossmarkt fuhr mein Onkel noch einige Kunden an, bevor er sich auf den Heimweg in den eigenen Betrieb machte. Dort wartete ein Haufen Arbeit auf ihn. Je nach Jahreszeit war er mit Acker vorbereiten, pflügen, eggen, säen, Kräuter schneiden, Heizung vom Gewächshaus oder Kühlung vom Kühlhaus reparieren, Kräuter büscheln, Rasen mähen, Unkraut bekämpfen, Bäume schneiden beschäftigt. Nach dem Mittagessen legte er sich zu einem kurzen Mittagsschlaf hin. Danach arbeitete er bis abends weiter. Langeweile kam in der Gärtnerei meines Onkels nie auf. Auch mir war dort als Kind und Jugendliche, wenn ich meine Ferien dort verbringen durfte, niemals langweilig. Es gab immer etwas zu tun.

Bei der Herstellung pflanzlicher oder tierischer Erzeugnisse – im Haupt- oder Nebenerwerb – ist man stets gefordert. Pflanzen und Tiere brauchen ständige Pflege und geben den Rhythmus der Arbeit vor. Für andere Aufgaben darüber hinaus bleibt nur wenig Zeit.

Buchhaltungsprogramm für landwirtschaftliche Betriebe

Heutzutage sind die gesetzlichen Vorgaben gestiegen. Abrechnungen, Inventuren, Jahresabschlüsse müssen durchgeführt und ordnungsgemäss erfasst und archiviert werden. Der Zahlungsverkehr läuft inzwischen überwiegend bargeldlos. So brauchen Gärtner oder Landwirte einen Computer mit einem Buchhaltungsprogramm. In verschiedenen Branchen werden unterschiedliche Anforderungen an eine solche Buchhaltungssoftware gestellt. Es empfiehlt sich deshalb, eine spezielle Software einzusetzen, die nicht nur hilft, die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten, sondern auch die Erfordernisse des entsprechenden Wirtschaftszweigs zu erfüllen. Ausserdem sollte das Programm – im Fall von landwirtschaftlichen Betrieben – einfach und schnell zu bedienen sein, denn die Zeit, die neben der täglichen Arbeit auf dem Bauernhof oder in der Gärtnerei, übrig bleibt, ist knapp bemessen.

Würde mein Onkel noch leben, dann würde er wahrscheinlich auch heute noch seine Buchhaltung in einer moderneren Form – mit Laptop, Drucker und zahllosen Rechnungen und Lieferscheinen – in Gemüsekisten im Wohnzimmer stapeln.

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Pinus-Buchhaltungssoftware für Landwirtschaft

 

Rapid Prototyping für Dummies

Rapid Prototyping für Dummies

Die Schweiz ist bekannt für Ihre Industrie und Ihre Präzision. Doch wissen wir, was oft für eine Arbeit hinter dieser Präzision steckt? Hier ein Beispiel zum Thema Rapid Prototyping.

Was ist Rapid Prototyping?

Rapid Prototyping bedeutet übersetzt schneller Prototypenbau.

Rapid Prototyping ist also die schnelle Herstellung von Musterbauteilen bzw. von sogenannten Prototypen. Die Entwicklung neuer Produkte ist ein zeitintensiver Prozess. In unserer schnelllebigen Gesellschaft ist es wichtig, Entwicklungs- und Produktionsprozesse zu optimieren und neue Produkte zügig auf den Markt zu bringen. Durch die Entwicklung moderner Verfahren und dank neuer technischer Möglichkeiten können Bauteile und Muster, aber auch Werkstücke und Werkzeuge, die digital auf dem Computer entwickelt und designt wurden, als dreidimensionale Volumenkörper rasch umgesetzt und produziert werden. In der sogenannten additiven Fertigung können auf 3D-Druckern die Objekte im FDM-, SLM- oder EBM-Verfahren beispielsweise aus Metall, Keramik, Kunstharzen oder Kunststoffen hergestellt werden.

Wofür braucht es Rapid Prototyping?

Unter anderem für die Entwicklung neuer Produkte, für den Bau von Anschauungsmodellen oder für die Kontrolle des Designs.

Für Praxis-, Anwendungs- und Anforderungstest von Neuentwicklungen ist es von Vorteil, schnell ein entsprechendes Bauteil, Probestück oder Muster zur Verfügung zu haben. Dabei werden die Prototypen in verschiedenen industriellen Bereichen, aber auch in der Forschung und Entwicklung eingesetzt. Industriell genutzt werden die Objekte, die im Rapid-Prototyping-Verfahren hergestellt wurden, beispielsweise im Werkzeug-, Maschinen-, Anlagen- oder Gerätebau. Auch im künstlerischen und im Designbereich, bei der Herstellung von Schmuck, Skulpturen, Unikaten oder anderen Kunstobjekten werden Methoden des Rapid Prototyping eingsetzt. Neben der schnelleren Umsetzung, im Vergleich zu den konventionellen Herstellungsmethoden des Modellbaus, bietet das Rapid Prototyping auch finanzielle und ökologische Vorteile.

Welche Verfahren werden fürs Rapid Prototyping eingesetzt?

Digitale 3D-Daten sind die Grundlage für die Produktion von Rapid-Prototyping-Musterteilen. Dazu wird entweder das Objekt im CAD-Verfahren am Computer konstruiert oder ein physisches Modell mit einem 3D-Scanner gescannt und digitalisiert.

Die digitalen Daten können dann mit Hilfe verschiedener Methoden aus unterschiedlichen Werkstoffen realisiert werden:

  • Elektronenstrahlschmelzen (EBM):
    Im EBM-Verfahren können Modelle aus Metall hergestellt werden.
  • Fused Deposition Modeling (FDM):
    Im FDM-Verfahren können beispielsweise Bauteile aus Polymeren, wie ABS oder PLA, umgesetzt werden.
  • Stereolithographie (SLA):
    Im SLA-Verfahren, dem ersten der generativen Verfahren, werden Prototypen beispielsweise aus Kunstharz hergestellt.
  • Selektives Laserschmelzen (SLM):
    Im SLS-Verfahren können Modelle aus Metall, Kunststoff oder Keramik kreiert werden.
  • Selektives Lasersintern (SLS):
    Im SLS-Verfahren können Prototypen aus thermoplastischen Kunststoffen, Metallen oder Keramik produziert werden.

Selbstverständlich können die Bauteile im Anschluss an die Herstellung noch weiter bearbeitet, entsprechend lackiert, metallisiert oder beschichtet werden.

Rapid Tooling und Rapid Manufacturing

Von Rapid Tooling spricht man, wenn Werkzeuge, die nur als Unikate oder in Kleinserie benötigt werden, mit den Verfahren des Rapid Prototyping hergestellt werden. Rapid Manufacturing bedeutet beispielsweise, dass Fertigteile schnell und flexibel in kleineren Stückzahlen mit Hilfe generativer Fertigungsverfahren produziert werden.

Quellenangaben:

Das Büro der Zukunft – und was anders wird. Vielleicht

Über das Büro der Zukunft wird derzeit viel diskutiert und geschrieben – auch in der Schweiz. Coworking-Space, Office-Share, Digitalisierung, Technologie – unsere Zukunft am Arbeitsplatz wird neu formiert. Eine Spurensuche.

Büroeinrichtungen der Zukunft

Es wird geplant

«Zukunftsräume schaffen! Neue Perspektiven für die Arbeit» lautete das Motto des Zukunftsforums des Fraunhofer IAO im Februar 2018 in Stuttgart.

«Arbeitswelten der Zukunft» unter dem Leitmotiv «Erleben. Erlernen. Gestalten» lautet das für 2018 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgerufene Wissenschaftsjahr. Dabei stehe der Mensch im Mittelpunkt der Entwicklung der Digitalisierung.

Büroräume würden sich in Zukunft hin zu kognitiven (wahrnehmen, erkennen, denken) Umgebungen entwickeln. Menschen erhalten immer mehr Hilfe durch intelligente Algorithmen. «Intelligente, digitale Assistenten können uns beim Organisieren unserer Arbeit unterstützen, sodass wir mehr Zeit für wichtige Aufgaben gewinnen.» wird Professor Dr. Wilhelm Bauer, IAO-Institutsleiter und Gastgeber der Veranstaltung, im Artikel zitiert. Dr. Johannes Beermann, Vorstandsmitglied für Personal und Recht der Deutschen Bundesbank, geht davon aus,

dass viele Mitarbeiter künftig keinen festen Arbeitsplatz mehr haben werden.

Weshalb die Bank unter anderem auf Flexibilität setze. «Unsere künftigen Gebäude müssen flexibel aufteilbar sein.»

Der im Juni 2017 fertiggestellte Neubau von Trivago Deutschland ist ein gutes Beispiel dafür, was Unternehmen mithilfe von Architektur und Innenarchitektur zugunsten ihrer Beschäftigten tun können. «Wir haben sogar eine Laufstrecke auf dem Dach unseres Düsseldorfer Gebäudes errichtet», berichtete Sabina Woller, Managerin Talents & Organisation (Quelle: menschundbuero.de).

Und wie sieht die Entwicklung des Büros der Zukunft in der Schweiz aus?

«Desk Sharing» ist bei den meisten Schweizer Unternehmen noch nicht Standard,

berichtet Billanz.ch im Artikel «Diese vier Trends prägen das Büro von morgen». Ein durchschnittlicher Büroangestellter hat immer noch einen eigenen Arbeitsplatz. Bei Grossunternehmen machen die geteilten Arbeitsplätze weniger als 30 Prozent aus. Doch man ist gewillt, dies auszubauen. Besonders wenn es mehr Arbeitsplätze braucht, wird statt ausgebaut oder Raum dazu gemietet, geteilt. Aus Gründen der Kostenoptimierung.

Google macht es anders. Der Internetkonzern sieht laut Bilanz-Artikel in seinen neuen Büros an der Zürcher Europaallee keine flexiblen Arbeitsplätze vor. «Wir finden es wichtig, dass die Mitarbeiter einen festen Platz haben» sagte Google-Manager Lucas Stolwijk gegenüber «Persönlich».

Fehler bei der Planung der Büroeinrichtung

Wie muss ein Büro eingerichtet sein, damit Open-Space-Offices nicht scheitern? Die Handelszeitung berichtet von fünf Todsünden, die es zu verhindern gilt («Die fünf Todsünden bei der Büroplanung»).

  1. Platzsparen im Fokus

Der Platz an und für sich ist nicht teurer und Mitarbeiter haben das Bedürfnis auf einen Rückzugsraum. Dort wo der Raum enger wird, wird nicht nur die Kommunikation gefördert, die Reibungsflächen werden ebenso grösser.

  1. Mitarbeiter nicht miteinbeziehen

Vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, hat niemand gerne. Darum Mitarbeiter frühzeitig in einem gewissen Rahmen miteinbeziehen.

  1. Mangelnde technische Ausstattung

Wo der Raum kleiner wird und mehr Flexibilität (Arbeiten von zuhause aus) gefordert wird, braucht es die entsprechende Unterstützung durch eine einwandfreie technische Ausstattung, damit die anstehende Arbeit reibungslos erledigt werden kann.

  1. Keine Rückzugsmöglichkeiten

Nicht alle Mitarbeiter können in einem Büro arbeiten, in dem die Akustik sehr hoch ist. Es braucht trotz allem Räume, wo eine ungestörte Konzentration möglich ist.

  1. Störfaktoren nicht berücksichtigen

Auch Akustik muss geplant werden und zwar im Vorfeld. Das Sofa zum Entspannen gehört nicht in ein Open-Space Office. Mitten drin sein ist eine Herausforderung, die unnötig Kraft nimmt.

Fazit:

So sehr die Vorteile von Open-Space-Offices hervorgehoben werden, so genau muss die Büroeinrichtung im Vorfeld geplant werden. Nur Kosten reduzieren zu wollen, darf kein Grund sein, ein Open-Space-Office zu planen. Der vielgelobte soziale Austausch ist nicht jedermanns Sache.

Es geht um mehr. Um Personalführung, um Persönlichkeitsentwicklung, um die Sicherheit von Unternehmen und vieles mehr.

Mitarbeiter, die sich wohl fühlen, sind erwiesenermassen leistungsfähiger. Um genau ihre Zukunft geht es und damit auch um die Zukunft der Firmen, die sparen wollen …


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Büroeinrichtung Region Zürich, Schwyz und St. Gallen
Büroeinrichtung Region Zürich, Schwyz und St. Gallen

Hosting in der Schweiz – Hat es Vorteile?

Vom kleinen Web-Freelancer über den Handwerksbetrieb bis hin zum Industriekonzern: Unternehmen jeglicher Art sind im Netz vertreten und Kunden entscheiden oftmals allein anhand des Webauftritts, inwieweit sie einem Unternehmen vertrauen und zu dessen Kunden werden wollen. In diesem Artikel wird auf die Gefahren bei der Auswahl von falschen Hosting-Anbietern hingewiesen sowie aufgezeigt, warum sich ein Hosting in der Schweiz lohnt.

Hosting in der Schweiz hat viele Vorteile

DSGVO – Hohe Strafen bei Verstössen

Die kürzlich eingeführte Datenschutzgrundverordnung der EU, kurz DSGVO, ist ein Schritt hin zu mehr Kontrolle der Internetnutzer über ihre Daten. Sie regelt den Umgang von Unternehmen mit Personendaten. Verstösse gegen die Gesetze werden mit teilweise drakonischen Strafen geahndet.

Einige Skandale in der jüngeren Zeit rückten den verantwortungsbewussten Umgang mit Personendaten in den Fokus der medialen Öffentlichkeit und schufen ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber vielen Webseitenbetreibern.

Jedes Unternehmen ist daher verpflichtet, die teilweise peniblen Richtlinien einzuhalten und haftet auch für die Verstösse von Geschäftspartnern, wie z.B. Hosting-Anbietern.

Gefahren von Hosting bei ausländischen Anbietern

Es gibt zahlreiche Anbieter, die Hosting besonders günstig anbieten und häufig in Ländern der Dritten Welt oder Steueroasen sitzen.

Da besonders viele Jungunternehmen anfangs Geld sparen möchten, erscheinen diese Angebote allzu verführerisch. Langfristig gesehen haben diese Unternehmen jedoch oft das Nachsehen. Das Modell vieler Anbieter ist nicht auf nachhaltige Kundenbeziehungen ausgelegt sondern nur auf das schnelle Geld. Gespart wird dann beim Kundensupport oder der Verbesserung der Technologie.

Auch kennen Unternehmer das Problem, dass beim Zahlungsverkehr mit anderen Ländern die Kommunikation oft sehr zu wünschen übrig lässt. Zahlungsverzögerungen und -ausfälle sind an der Tagesordnung.

Die Lösung ist, Grundlagen des Geschäfts wie das Hosting der Website bei Dienstleistern im Inland zu buchen.

Hosting in der Schweiz – Diese Vorteile gibt es

Für Schweizer Unternehmen gilt daher: Das Hosting der Website sollte auch in der Schweiz stattfinden, genauer gesagt bei einem Anbieter, dessen Server sich in der Schweiz befinden. Dies sind die Vorteile: 

  • Bei Problemen kann sofort reagiert werden

Manchmal erfordert es die Situation, dass man sofort reagiert. Ein Beispiel: Nach einem Produktlaunch stürmen Besucher auf die Website, die bereit sind, das Produkt sofort zu kaufen. Da die Server der extremen Belastung nicht standhalten können, kommt es zum Ausfall der Website.

Löst man das Problem nicht sofort, verpasst man nicht nur die Gelegenheit auf mehr Umsatz, sondern hinterlässt auch enttäuschte Kunden, deren Vertrauen zum Unternehmen geschädigt wird.

Bei einem Hosting in der Schweiz kann man in solchen Fällen schnell reagieren. Die Zeitzone ist dieselbe, die meisten Bewohner sprechen Deutsch, die Kommunikation erfolgt auf derselben Basis.

  • Sicherheit der Personendaten

Wie schon anfangs erwähnt, drohen Unternehmen hohe Strafen, die gegen die strengen Sicherheitsauflagen im Umgang mit Personendaten verstossen.

Bei einem ausländischen Anbieter lässt sich kaum zuverlässig kontrollieren, was mit den Daten passiert. In vielen Ländern sind die Gesetze lockerer und Personendaten werden zu Marketingzwecken an andere Unternehmen verkauft.

Bei einem Hosting in der Schweiz basiert das Geschäft auf denselben gesetzlichen Grundlagen und man kann sicher sein, dass mit den Daten verantwortungsbewusst umgegangen wird.

  • Eine Währung, Wegfall von Transaktionsgebühren

Bei Geschäften im Ausland erhebt die Bank oft teure Transaktionsgebühren, bei hohen Beträgen kann das schon mal ins Gewicht fallen. Zudem dauern Überweisungen länger. Mit einem Hosting in der Schweiz erspart man sich diese beiden Punkte. 

Fazit: Ein Hosting in der Schweiz bietet zahlreiche Vorteile. Wer ein Unternehmen in der Schweiz betreibt und nachhaltigen, langfristigen Geschäftserfolg erzielen möchte, sollte kein Risiko eingehen und aus Gründen der Zuverlässigkeit, Effizienz und des Datenschutzes auf einen Hosting-Anbieter in der Schweiz zurückgreifen.

Beispiel eines Anbieters für Hosting in der Schweiz:

Simplehosting.ch

 

Adressbildung: Zwischennutzung als Standortmarketing

Zwischennutzung – das klingt nach engagierter Kreativität, nach abenteuerlichen Projekten und hippen Szenemilieus. Zwischennutzung bedeutet Freiheit, etwas zu versuchen, sich auszuprobieren und andere daran teilhaben zu lassen. Solche Projekte sind anziehend und aufregend. Besonders in der durchgetakteten, durchorganisierten Schweiz sind solche Freiräume wertvoll und beliebt.

Ob eine Bar im Industriegebiet, ein Kletterparadies in einer alten Lagerhalle oder eine Konzertlocation auf einem leerstehenden Areal – das Signal «Zwischennutzung» macht einen Standort sofort wieder lebendig und attraktiv. Und diese Identität bleibt am Standort langfristig haften.

Zwischennutzungen als Chance

Im Jargon nennt man diese Raumaufwertung Adressbildung: Bekanntheit und Identität eines Standorts werden bewusst entwickelt, zum Vorteile aller Beteiligten. Diesbezüglich bieten Übergangsnutzungen eine ganz besondere Chance. Die Schweiz hat – vor allem nahe der urbanen Zentren – ein immenses Raumproblem, sodass Zwischennutzungen enorm begehrt sind. Räume werden öffentlich ausgeschrieben; im Bewerbungsprozess zeigt sich dann, welche Projektideen zum Standort und zur künftigen Nutzungsabsicht, ganz im Sinne der Adressbildung, passen.

Partymagnet «Village du Soir» in Genf

Ein schönes Beispiel für diese Form des Standortmarketing ist das HIAG Areal Camembert. Mehrere Tausend (!) Besucher kommen an einem Wochenende auf das zwischengenutzte Gelände im Genfer Stadtteil Lancy, direkt neben dem Stade de Genève. Der Grund dafür ist die Eröffnung des «Village du Soir», ein Club der besonderen Art. Ein ganzes Dorf ist hier entstanden, bestehend aus gemütlichen Bars mit Strand-Flair, einem Night-Market, kleinen Restaurants, Läden und einem Club. Auf TripAdvisor wird das Village du Soir als viertbeste Location von 57 in Genf gewertet. Mehr Adressbildung geht kaum.

Arealentwicklung: z.B. Co-Working-Space schaffen

Mit Arealentwicklung zum Beispiel aus einer alten Industrie-Halle Co-Working Spaces schaffen.

Arbeiten im «Village Office» in Windisch

Einen ähnlichen Namen, aber ein ganz anderes Konzept hat das Village Office auf dem Kunzareal in Windisch. Hier wird Co-working gelebt. Das Village Office hat es geschafft, ganz verschiedene Berufszweige an einen Standort zu bringen. Mit flexiblen und günstigen Angeboten für Firmen und fairen Einzelabonnements kann man sich in anregender, kreativer Atmosphäre vernetzen oder an einem einzigartigen Arbeitsplatz konzentrieren. Siehe dazu auch «Das Arbeiten wird neu erfunden: Ein Büro-Dorf mit Aare-Bonus» – Solothurner-Zeitung.ch, 8.6.2017

Projekt «Interim» auf dem Schönau Areal in Wetzikon

In Wetzikon stand das Schönau-Areal teilweise leer. Die verantwortliche HIAG Immobilien hat das Projekt «Interim» damit beauftragt, diese ehemalige Spinnerei Zwischennutzern zur Verfügung zu stellen – ohne Mietzins; einzig gegen Entschädigung der Unterhalts- und Nebenkosten. Heute beleben das Areal zahlreiche Jungunternehmen mit Ateliers, Ausstellungen, Läden, Büros, Restaurants und Bars. Eine jugendlich-kreative Atmosphäre vermischt sich hier mit Schweizer Industriegeschichte – eine besondere, anregende Stimmung herrscht hier.

Adressbildung heisst, die Bekanntheit und Identität eines Standorts zu entwickeln, indem alle Beteiligten davon profitieren. Beispiele dafür gibt es genug, um zu zeigen: es funktioniert.

Auch in der kleinen Schweiz ist etwas finden manchmal schwer …

Wer sucht, soll Ihre Firma finden

Ist es Ihnen auch schon so ergangen, dass Sie eine Firma gesucht und diese fast nicht gefunden haben. Das ist auch in der kleine Schweiz so. Tipps zum Thema «sich besser finden lassen» für Unternehmer und solche die es werden möchten.

Die meisten Kunden suchen Ihre Firma zunächst über eine der grosen Suchmaschinen wie Bing oder Google. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Betrieb entsprechend in den grosen Online Directories, wie Google Maps, Bing Places oder Facebook, verwalten oder auch auf den branchenspezifischen, besonders schweizerischen Portalen und in Anbieterverzeichnissen listen lassen. Sollten Sie bereits automatisch aufgeführt worden sein, ist es wichtig, dass Sie Ihren entsprechenden Eintrag kontrollieren und gegebenenfalls optimieren. Wenn die Kunden Sie nach Ihrere Suche im Internet gefunden, die Bewertungen Ihres Unternehmens durchgelesen und die Route zu Ihrem Ziel gesucht haben, machen sie sich in einem nächsten Schritt auf zu Ihrer Firma, Praxis, Ihrem Laden, Restaurant, Büro oder Handwerksbetrieb.

Verwalten Sie Ihre Einträge auf Google, Facebook und Bing

Ihren Eintrag auf Google Maps – den weltweit wichtigsten «Gelben Seiten» im Internet – können Sie über Google My Business selbst verwalten. Sie können beispielsweise Ihre Kontaktdaten, Öffnungszeiten eintragen, Bilder von Ihrem Firmensitz, Ihren Produkten oder Mitarbeitern veröffentlichen, kurze Beiträge posten und – Achtung! Sehr wichtig für die Aussenwahrnehmung Ihres Unternehmens! – auf Bewertungen reagieren. Die Suchmaschine Bing bietet eine ähnliche Funktion auf Bing Places. Hier können Sie Ihre Kontakdaten, Öffnungszeiten und Bilder verwalten. Auch Facebook hat eine Suchfunktion für Firmen und Unternehmen, wo Nutzer diese beispielsweise bewerten können. Um auf diese Nutzeraktionen reagieren zu können, sollten Sie Ihr Facebook-Unternehmensprofil – selbst wenn Sie keine grosen Social-Media-Marketing-Aktivitäten planen – unbedingt verwalten. Sollten Sie in diesem Bereich Fragen haben oder Hilfe benötigen, so helfen Ihnen die Online-Marketing-Spezialisten der räber marketing & internet GmbH gerne weiter.

Beispiel eines Anfahrtsplan

Bild oben, Beispiel eines Anfahrtsplan

Gebäudebeschriftungen, damit Sie gefunden werden

Nachdem Sie also dank Ihres guten Online-Auftritts, der positiven Bewertungen sowie der hohen Qualität Ihrer Produkte und Dienstleistungen neue Kunden dazu gebracht haben, Ihren Standort aufzusuchen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie auch ohne grosses Suchen gefunden werden.

Mein Mann kam vor einigen Tagen nach geraumer Zeit unverrichteter Dinge wieder heim, weil der Rot-Kreuz-Laden, dem wir sonst unsere gebrauchten Kinderkleider, Spielzeuge, Autositze, Kindervelos spenden, umgezogen war. Am alten Standort stand zwar die Adresse des neuen Ladens, aber am neuen Ort war noch keine Beschriftung angebracht. Von ausen war leider nicht ohne weiteres erkennbar, dass sich innen der gesuchte Laden befindet.

Es ist deshalb wichtig, dass Sie – vor allem wenn Sie einen neuen Betrieb eröffnen oder an einen neuen Standort umziehen – problemlos gefunden werden können. Dabei sollte die Beschriftung am Gebäude klar erkennen lassen, welche Firma hier Ihren Sitz hat. Vor allem, wenn sich der Eingang nicht an der Strase zugewandten Seite befindet, sollten Sie darauf achten, dass Kunden problemlos zu Ihnen kommen können. Für etwaige Laufkundschaft, Nachbarn und Bewohner ist es auch gut, wenn auch Ihr Firmenschild direkt erkennen lässt, welche Art von Dienstleistungen oder Produkten Sie anbieten.

Quellen und Tipps: