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Autorenteam

Die Automobilindustrie Schweiz und die Mobilität der Schweizer, Beispiel Suzuki

Die Automobilindustrie Schweiz und die Mobilität der Schweizer

Die Automobilindustrie Schweiz hält Fahrzeuge für jeden Mobilitätswunsch bereit. Der individuelle Bedarf entscheidet über die Wahl eines passenden Neuwagens oder Occasionsfahrzeugs. Wer ein Auto kaufen möchte, der sollte einen vorteilhaften Auto Direktimport in die Schweiz in Betracht ziehen.

Wie mobil sind Herr und Frau Schweizer?

Der wichtigste Verkehrsträger in der Schweiz ist die Strasse. 65 bis 70 Prozent der Verkehrsleistungen im privaten Personenverkehr entfallen auf Personenwagen, 20 bis 25 Prozent auf öffentliche Verkehrsträger.

Die Nutzung der jeweiligen Verkehrsmittel hängt nicht zuletzt von der lokalen und regionalen Verkehrsinfrastruktur und von der Siedlungsstruktur ab. So werden Angebote des öffentlichen Personenverkehrs in Städten relativ stärker genutzt als in eher ländlich geprägten Kantonen.

Trotz des in der Schweiz sehr gut ausgebauten öffentlichen Personenverkehrs hat der Personenwagen die grösste Bedeutung bei der Beförderung von «Frau und Herrn Schweizer».

Innerhalb Europas ist die Schweiz das am meisten motorisierte Land.

Im Jahr 2019 waren in der Schweiz 6,1 Motorfahrzeuge immatrikuliert, davon 4,6 Millionen Personenwagen. Dies entspricht einer Quote von 540 Personenwagen auf 1.000 Einwohner (zum Vergleich 1970: 224 und 1990: 447).

Im Jahr 2019 legten Personenwagen in der Schweiz 59,8 Milliarden Kilometer zurück, von denen 85 Prozent auf im Inland und 15 Prozent auf im Ausland immatrikulierte Personenwagen entfielen. Dabei wurden in der Schweiz 97,9 Milliarden Personenkilometer mit Personenwagen zurückgelegt, auf dem Motorrad 2,0 Milliarden, auf Fahrrädern 2,5 Milliarden und zu Fuss 5,6 Milliarden Personenkilometer.

(Die Angabe «Personenkilometer» ist die Masseinheit für die Beförderung einer Person über eine Entfernung von einem Kilometer. Da in Personenwagen teilweise zwei oder mehr Personen befördert werden, liegt die Zahl der «Personenkilometer» oberhalb der Zahl der von Personenwagen zurückgelegten Kilometer.)

Seit 1970 ist die Gesamtfahrtleistung im motorisierten Individualverkehr in der Schweiz um über 50 Prozent angestiegen.

Dies ist zu einem guten Teil auf die Zunahme von Freizeit-Fahrten zurückzuführen, auf die heute 45 Prozent der Fahrleistung entfallen. Die Fahrten zum Arbeitsplatz machen 23 Prozent der Fahrleistung aus.

Im Tagesdurchschnitt legen die Schweizer und Schweizerinnen ungefähr 37 Kilometer zurück. Dafür benötigen sie etwa 90 Minuten, von denen 8 Minuten auf Umsteige- und Wartezeiten entfallen.

Auto kaufen in der Schweiz: Wie stark sind die einzelnen Marken vertreten?
Auto kaufen in der Schweiz: Wie stark sind die einzelnen Marken vertreten?

Auto kaufen in der Schweiz: Wie stark sind die einzelnen Automarken vertreten?

Im Jahr 2019 wurden 4,6 Millionen Personenwagen in der Schweiz immatrikuliert.

Der grösste Anteil an den Neuimmatrikulationen entfiel auf Fahrzeuge der Marke VW, die einen Anteil von 11,2 Prozent verbuchen konnten. Dies bedeutete einen leichten Rückgang gegenüber 2018 (11,4 Prozent). Zum Vergleich: Im Jahr 2010 hatte die Marke VW noch einen Marktanteil von 14,7 Prozent.

  • Zu berücksichtigen sind allerdings weitere zum VW-Konzern gehörende Fahrzeugmarken:
  • Bei den Neuzulassungen kam die Konzern-Marke Audi 2019 auf 7,0 Prozent (2019: 6,8 Prozent; 2010: 6,3 Prozent).
  • Skoda baute seinen Marktanteil sogar noch stärker auf 7,7 Prozent aus (2018: 7,0 Prozent; 2010: 4,6 Prozent).
  • Auch der Seat-Anteil stieg signifikant auf 4,3 Prozent (2018: 3,4 Prozent, 2010: 2,7 Prozent).
  • Die Luxusmarke Porsche erreichte 2019 immerhin 1,2 Prozent (2019: 0,8 Prozent; 2010: 0,5 Prozent)
  • Auf den vorderen Plätzen rangieren mit 8,3 Prozent auch die BMW-Personenwagen (2018: 9,1 Prozent; 2010: 6,7 Prozent). Die BMW-Konzernmarke Mini steuerte weitere Zulassungsanteile in Höhe von 1,5 Prozent bei (2018: 1,9 Prozent; 2010: 2,0 Prozent).

Die Neuzulassungen von Fahrzeugen aus dem Daimler-Konzern entwickelten sich 2019 rückläufig:

  • Mercedes (2019: 8,3 Prozent, 2018 10,7 Prozent, 2010: 4,4 Prozent),
  • Smart (2019: 0,2 Prozent; 2018: 0,5 Prozent; 2010: 0,7 Prozent).

Der französische Hersteller Renault erzielte 2019 einen gegenüber dem Vorjahr auf 4,0 Prozent gestiegenen Immatrikulationsanteil (2018: 3,3 Prozent; 2010: 4,9 Prozent).

Auffällig ist der starke Rückgang der Zulassungsquote bei Peugeot-Personenwagen (2019: 1,7 Prozent, 2018: 3,2 Prozent, 2010: 4,1 Prozent). Ebenfalls auf 1,7 Prozent zurückgegangen ist 2019 der Marktanteil der Opel-Fahrzeuge (2018: 4,3 Prozent; 2010: 7,2 Prozent). Opel gehört seit August 2017 zum Peugeot-Konzern PSA.

Die Ford-Immatrikulationen stagnierten 2019 mit einem Anteil von 4,5 Prozent (2018: 4,5 Prozent; 2010: 4,8 Prozent).

Die meisten japanischen und südkoreanischen Hersteller konnten hingegen in 2019 (mit Ausnahme von Mitsubishi und Kia) ihren Marktanteil auszubauen:

  • Suzuki (2019: 3,7 Prozent, 2018: 2,4 Prozent; 2010: 1,9 Prozent),
  • Toyota (3,4 Prozent; 2,3 Prozent; 4,6 Prozent),
  • Subaru (2,8 Prozent; 1,4 Prozent; 2,4 Prozent),
  • Mazda (2,0 Prozent; 1,8 Prozent; 2,2 Prozent),
  • Nissan (1,8 Prozent; 1,2 Prozent; 2,6 Prozent)

Dem Hersteller von Elektrofahrzeugen Tesla gelang 2019 eine Vervielfachung des Zulassungsanteils gegenüber dem Vorjahr auf 3,8 Prozent (2018: 0,7 Prozent).

Die Entwicklung der Autobranche in der Schweiz

Etwa jeder achte Schweizer Arbeitsplatz hängt mittelbar oder unmittelbar vom Automobil ab. In den 19.800 Betrieben der Automobilwirtschaft der Schweiz waren 2019 über 226.000 Mitarbeiter beschäftigt, die einen Umsatz von 95 Milliarden Schweizer Franken erwirtschafteten. Davon entfielen 34,2 Milliarden Euro auf die 4.000 Schweizer Garagenbetriebe, in denen 39.000 Menschen beschäftigt sind.

Der Anteil der Automobilindustrie Schweiz an der Schweizer Bruttowertschöpfung lag 2019 bei 1,4 Prozent. Der Anteil an der Bruttowertschöpfung, der noch in den 1980er Jahren 2 Prozent betragen hatte, verringerte sich aufgrund einer Rezession Anfang der 1990er deutlich und blieb seither weitgehend konstant.

Die angestrebte Reduzierung der CO2-Emissionen im Strassenverkehr ist der Schweiz noch nicht durchgreifend gelungen. Dies liegt auch an dem gerade in der Schweiz festzustellenden Trend zum Erwerb schwerer und stärker motorisierter Fahrzeuge.

Um so wichtiger ist die Berücksichtigung alternativer Antriebsformen, um die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Schweizer Fahrzeugflotte zu reduzieren. Der Marktanteil der Elektrofahrzeuge an den Neuemissionen nimmt kontinuierlich zu. Für den Zeitraum von Januar bis August 2020 hat der Anteil der Elektrofahrzeuge an der Gesamtzahl der Neuimmatrukulationen erstmals die Grenze von 10 Prozent überschritten. Im Monat August 2020 lag der Marktanteil von Fahrzeugen mit Elektro-, Hybrid- und Brennstoffzellen-Antrieben sogar bei 29 Prozent.

Die langfristigen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Automobilindustrie Schweiz bleiben abzuwarten. Die Neuimmatrikulationen von Personenwagen sind aufgrund der Corona-Krise gegenüber dem Vorjahr um 29,3 Prozent zurückgegangen – im August 2020 gegenüber dem bereits schwachen Vorjahresmonat August 2019 um 16,3 Prozent. Allerdings scheint sich eine allmähliche Abschwächung der rückläufigen Tendenz abzuzeichnen.

Neuwagen oder Autooccasionen kaufen
Neuwagen oder Autooccasionen kaufen, Tipps

 

10 Tipps für den Autokauf

1. Auto kaufen? Zunächst den individuellen Bedarf klären

Wer ein Auto kaufen möchte, der sollte zunächst prüfen, für welche Zwecke das Fahrzeug benötigt wird. Ob grosszügig bemessenes Familienauto oder Fahrzeug für das tägliche Pendeln zur Arbeit – der angestrebte Fahrzeug-Zweck ermöglicht eine Eingrenzung der in Frage kommenden Fahrzeugtypen.

2. Vergleich verschiedener Autoangebote

Durch Einholung verschiedener Angebote lassen sie die Vor- und Nachteile der einzelnen Offerten gegeneinander abwägen. Autokäufer sollten in ihre Entscheidung nicht nur auf den Kaufpreis, sondern auch auf Fahrzeugqualität und Fahrzeugfunktionalität sowie auf Servicedienstleistungen achten.

3. Terminwahl für die Fahrzeug-Besichtigung

Der Besichtigungstermin sollte zu einer Tageszeit mit guten Lichtverhältnissen stattfinden, um das Fahrzeug gründlich in Augenschein nehmen zu können.

4. Ausreichende Zeit für die Besichtigung

Der Autokäufer sollte für den Besichtigungstermin ausreichend Zeit einplanen, um das angebotene Fahrzeug sowie die Begleitpapiere und den Kaufvertrag gründlich prüfen zu können. Bei einem Kauf unter Zeitdruck zeigen sich später nicht selten unangenehme Überraschungen.

5. Besichtigung: fachkundige Person einbeziehen

Gerade bei Occasionsfahrzeugen kann es sinnvoll sein, dass sich der Autokäufer beim Besichtigungstermin von einem in Automobilfragen fachkundigen Bekannten begleiten lässt. Zudem sehen vier Augen stets mehr als nur zwei.

6. Vorteile Auto Direktimport nutzen

Auto Direktimport bedeutet, dass das zu erwerbende Fahrzeug aus der Europäischen Union in die Schweiz eingeführt wird. Der Autokäufer in der Schweiz profitiert von dem günstigsten Preis, zu dem das gewünschte Fahrzeug in Europa erhältlich ist.

7. CO2-Steuer minimieren: Importfahrzeug mit geringen CO2-Emissionen auswählen

Beim Import von Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen in die Schweiz ist CO2-Steuer zu entrichten, falls bestimmte Emissionsgrenzwerte überschritten werden. Die Berechnung der Steuer erfolgt unter Berücksichtigung des Fahrzeuggewichts und des Ausmasses der CO2-Grenzwert-Überschreitung.

Autokäufer sollten daher Fahrzeuge mit möglichst niedrigen Verbrauchs- und Emissionswerten auswählen und sich gezielt über eine etwaig anfallende CO2-Steuer informieren.

8. Steuervorteile bei Kauf eines Elektrofahrzeugs nutzen

Die Schweizer Zollverwaltung sowie etliche Kantone und Gemeinden gewähren Steuervergünstigungen beim Kauf eines Elektrofahrzeugs. Wer ein Auto kaufen möchte, der sollte diese Förderprogramme bei seiner Kaufentscheidung berücksichtigen.

  • Die Schweizer Zollverwaltung erhebt auf Personenwagen eine Automobilsteuer in Höhe von 4 Prozent des Fahrzeugwertes. Von der Automobilsteuer sind reine Elektrofahrzeuge befreit (nicht aber Plug-in-Hybride). Es liegt im Ermessen des Fahrzeughändlers, ob er die Steuerersparnis durch eine entsprechende Preissenkung an den Autokäufer weitergibt.
  • In Abhängigkeit von den steuerlichen Regelungen des Kantons, in dem der Wohnort des Fahrzeughalters liegt, kann ein Elektrofahrzeug ganz oder teilweise von der Motorfahrzeugsteuer befreit sein.
  • Verschiedene Kantone und Städte haben weitere kantonale beziehungsweise kommunale Förderprogramme für Elektrofahrzeuge aufgelegt.

9. Schriftlicher Kaufvertrag

Der Käufer eines Fahrzeugs sollte stets auf einem schriftlichen Kaufvertrag bestehen, damit mögliche spätere Streitigkeiten zum Beispiel über den Kaufpreis oder über Garantieleistungen vermieden werden können.

10. Autoversicherungen vergleichen

Beim Erwerb eines Neuwagens oder eines Occasionsfahrzeuges hat der Autokäufer das Recht zur Wahl der Autoversicherung. Auch bei der Autoversicherung lohnt sich immer ein gründlicher Vergleich – hinsichtlich der Höhe der Versicherungsprämie, der Versicherungsleistungen und der Service-Qualität des Versicherungsunternehmens.

(c) Autorenteam – Schweiz-Kantone.ch – 21.9.2020

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Weiterführende Tipps im Web

Produktionsland Schweiz: Vorteile, die für sich sprechen

Welche Vorteile bietet die Produktion Schweiz den Abnehmern hochwertiger Industriekomponenten? Dass die Qualität hierzulande untadelig ist, bestreitet schon längst niemand mehr. Dennoch setzten in der Vergangenheit viele Endfertiger auf Lieferanten aus Fernost, die den einheimischen Markt mit Dumpingofferten überfluteten. Das Jahr 2020 zeigt nun endgültig die Grenzen dieser Strategie auf.

Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz: Produktion Schweiz vs. Produktion in Fernost

Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz und generell in einem Land ist. Von der Pandemie sind Staaten wie Indien (ein traditioneller Zulieferer) extrem stark betroffen. In China, dem Kernland der Zuliefererindustrie, startete sogar die Pandemie. Ob es den Chinesen wirklich gelungen ist, die Ausbreitung der Infektion einzudämmen, wissen wir nicht: Den chinesischen Zahlen mag niemand trauen.

Das beweist, dass jede Produktion im fernen und noch so günstigen Ausland gewaltige Nachteile hat, die es genau zu überprüfen gilt.

Schauen wir uns am Beispiel der Spritzguss Hersteller an, welche Vorteil demgegenüber die Produktion Schweiz zu bieten hat.

Spritzguss-Hersteller Schweiz: Günstige und qualitativ gute Produktion möglich
Spritzguss-Hersteller Schweiz: Günstige und qualitativ gute Produktion möglich

Allgemeines zur Kommunikation, den Lieferzeiten und der Kultur eines Produktionsstandortes

In anderen Ländern herrschen stets andere Sitten, wie wir alle wissen. Damit nicht genug: Es gibt dort auch andere Verstehensweisen, eine andere Sprache, ein anderes Verständnis von Vertragstreue und vieles mehr. Selbst im deutschsprachigen Raum, dem sogenannten D.A.CH.-Gebiet, kann ein einfacher Begriff Missverständnisse verursachen, obgleich uns doch die Deutschen und die Österreicher kulturell sehr nahe sind. Doch einige Begrifflichkeiten verwenden wir unterschiedlich. Das fängt mit einfachsten Worten wie dem Weggli (Semmeli) an, das die Österreicher Semmel und die Deutschen Brötchen nennen.

Wenn wir noch weiter in die Ferne schweifen, können die Missverständnisse unendlich gross werden. Wir benötigen dann Fachkräfte, die beide Sprachen und Kulturen sehr genau kennen, um vermitteln zu können. Ohne diese Vermittlung könnten einige Verständnisprobleme enorm teure Folgen haben.

Wir dürfen nicht vergessen, dass industrielle Produzenten wie etwa die Spritzguss Hersteller sehr viele Fachbegriffe verwenden müssen.

Lieferzeiten

Was ausserhalb der Schweiz hergestellt wird, muss für die Lieferung zahlreiche Voraussetzungen erfüllen. Corona hat nun gezeigt, dass die Lieferketten durch eine Pandemie (aber auch durch Naturkastrophen, Kriege oder politische Wirren) abrupt unterbrochen werden können. Experten erwarten bis Ende 2020 einen noch stärkeren Wirtschaftseinbruch durch fehlende Lieferungen aus dem Ausland. Das betrifft alle industriellen Bereiche und damit selbstverständlich auch die Kunststoffhersteller.

Schnelligkeit und Kosten

Spritzguss Hersteller müssen schnell liefern können, denn die Produktion erfolgt vielfach just-in-time. Teile aus Spritzguss, die an sich günstig zu produzieren sind, legt sich kaum ein Endfertiger ins Lager. Es gibt hierfür keinen Grund (wie etwa Preisschwankungen, die in anderen Bereichen durchaus eine Rolle spielen). Wenn nun die günstigere Produktion bislang im Ausland erfolgte, hat das inzwischen nicht mehr zu unterschätzende Nachteile.

Die Schweizer Spritzguss Hersteller liefern auch Kleinmengen oft binnen 24 Stunden. Damit entfällt für den Abnehmer die Bindung von flüssigem Kapital.

Im Ausland hingegen müssen Sie in der Regel grössere Mengen bestellen. Die Lieferzeiten fallen deutlich länger aus, denn geliefert wird (zu vertretbaren Kosten) mit dem Schiff, das von Fernost bis zu den europäischen Häfen Monate brauchen kann. Wenn es einmal schnell gehen soll, wird die Lieferung mit dem Flugzeug sehr teurer. Das kann sich kein Betrieb leisten: Er würde die eigenen Kunden verärgern und schlimmstenfalls verlieren. Bei zu klärenden Problemen mit der Lieferung gibt es wieder die oben beschriebenen Verständigungsschwierigkeiten in der Kommunikation.

Spritzguss Hersteller aus der Schweiz: Qualität auf höchstem Niveau

Die Kunststoffhersteller aus der Schweiz können inzwischen auch mit niedrigen Kosten punkten. Das erreichen sie durch technologische Innovationen wie beispielsweise dem Prototyping mithilfe von 3D-Druck. Spritzguss und 3D-Druck werden heutzutage kombiniert. Im Ergebnis können die Kunststoffhersteller additiv gefertigte Werkzeuge innerhalb von wenigen Stunden produzieren und in spätestens einem Arbeitstag liefern.

Preisgünstig werden diese Erzeugnisse aus Spritzguss durch die reduzierten Initialkosten. Ein weiterer Vorteil ist die sehr kostengünstige Produktion von Kleinserien und von kleinen Bauteile unter 10 Gramm Gewicht. Dabei werden die gleichen Design- und Qualitätsrichtlinien wie beim klassischen Spritzguss eingehalten.

Lassen Sie sich überzeugen: Bestellen Sie Ihre Lieferung beim Kunststoffhersteller aus der Schweiz!

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Weiterführende Tipps im Web

Garten: Gartenbau ist investment mit einem Return of Investment

Der Garten als Investment für Herr und Frau Schweizer

Manch einer glaubt, dass es insbesondere (Vor-)Pensionäre schwer haben, eine Hypothek bei einer Bank zu erhalten. Die Ablehnung von älteren Personen wirft dann oft ein schlechtes Licht auf die Banken, die sich aus Gründen des Datenschutzes aber nicht zu einzelnen Fällen äussern dürfen.

Warum aber erhalten Herr und Frau Schweizer keine Hypothek, obwohl sie genügsam in ihrem Eigenheim leben? Häufig ist diese Frage ganz einfach zu beantworten: Sie haben es verpasst, sich um laufende Investitionen zu kümmern und das Haus renovieren immer wieder aufgeschoben. Was viele nicht wissen: Diese Faktoren haben einen Einfluss auf die Vergabe von Hypotheken.

Wie fit ist Ihr Eigenheim?

Wenn Sie das Vertrauen einer Bank gewinnen und eine Hypothek aufnehmen möchten, dann darf diese Frage nicht nur gestellt werden, sondern muss sogar: Wie fit ist Ihr Eigenheim? Denn wie gut Sie sich bisher um Ihre Immobile gekümmert haben, zeugt nicht nur von Ihrem Verantwortungsbewusstsein, sondern auch von dem potenziellen Wert des gesamten Gebäudes. Klar ist, eine erst kürzlich renovierte Immobilie hat eine längere Lebensdauer als ein vernachlässigtes Objekt. Was eben erst erneuert und repariert wurde, verlangt nicht so schnell wieder nach einer Investition.

Für die Bank ist letztendlich immer entscheidend: Können Sie potenziell anfallende Kosten mit Ihren Einnahmen stemmen?

Dies wird mit steigendem Alter nicht unbedingt einfacher. Aber Sie können selbst für bessere Chancen auf eine Hypothekenaufnahme sorgen. Denn je näher man dem Pensionsalter rückt, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit eine Hypothek zu erhalten, wenn man sein Eigenheim instand gehalten hat. Das beinhaltet aber nicht nur die eigenen vier Wände – dazu zählen auch der Garten und weitere Aussenbereiche.

Darum Gartenbau: Auch der Garten ist ein Investment

Die heimische Oase, vielleicht auch ein Naturgarten, ist nicht nur dafür da, um die Seele baumeln zu lassen. Vielmehr kann der grüne Fleck eine sinnvolle und vor allem langfristige Investition darstellen. Investment bedeutet, Geld zu investieren, welches früher oder später einen ROI (Return of Investment) ermöglicht, also einen Erfolg ausweist. Dabei lässt sich Erfolg nicht immer zwingend in Geld messen.

Wer mit einem Alter von über 60 Jahren noch eine Hypothek von einer Bank erhalten möchte, hat oft genug mit Hürden zu kämpfen. Wesentlich einfacher gestaltet sich die Antragstellung dann, wenn man wichtige Renovationen über die Jahre hinweg bereits getätigt hat und beweisen kann, dass keine weiteren, grösseren Arbeiten anstehen. Das bezieht sich natürlich zuerst einmal auf das Hauptgebäude, schliesst aber auch Garten und weitere Aussenanlagen, etwa Garagen, mit ein.

Ein gut gepflegter und instand gehaltener Garten erhöht dann den Wert einer Immobilie, währen ein Garten im schlechten Zustand bei einem Verkauf den Preis deutlich senken kann.

Es gilt also nicht nur das Haus renovieren, sondern auch den Gartenbau voran zu treiben. Ein Garten schafft also auch einen ROI.

Der Garten und sein Return of Investment

Damit man möglichst viel Freude am eigenen Garten hat und seine Investition geniessen kann, sollte man vorausschauend planen. So wie man das dritte Lebensalter noch vor der 60 plant, so muss auch das Wohnen und der Gartenbau im Vorfeld gut durchdacht werden.

Für den heimischen Garten bedeutet das, die Anlage dem Alter entsprechend auszurichten.

Dies kann durch eine Vielzahl von Möglichkeiten umgesetzt werden. Zum Beispiel können anspruchsvolle Pflanzen durch pflegeleichtere Varianten getauscht werden. Befestigte Gehwege, um Unfällen vorzubeugen, sind ebenso wichtig wie ein behindertengerechtes Gestalten von einem Naturgarten. Zudem lassen sich viele Prozesse in der Gartenpflege bei vorausschauender Planung auch langfristig optimieren und automatisieren. Diese Investitionen erleichtern nicht nur die Pflege im gehobenen Alter, sondern bringen oft auch ökonomische Vorteile mit sich.

Das sind wir nicht nur der Bank, sondern vor allem auch uns selbst schuldig.

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Weiterführender Tipp im Web

Familienferien wollen geplant sein

Checkliste für die Wahl eines Familienhotels

Die schönste Zeit des Jahres: So möchte jede Familie ihren Urlaub erleben! Damit alles reibungslos verläuft und keine Wünsche offenbleiben, muss jedoch zunächst die Unterkunft stimmen. Wir haben für Sie einige Punkte zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen, das passende Familienhotel zu finden.

Warum ein Familienhotel?

Warum sollte die Unterkunft explizit «familienfreundlich» sein? Nicht nur wünschen sich viele Eltern ein Hotel mit Kinderbetreuung; auch sind Familien auf viel Verständnis und Einfühlungsvermögen von Seiten des Personals angewiesen. Die Angestellten benötigen ein gutes Gespür für den Umgang mit Kindern. In einem familienfreundlichen Hotel gibt es auch dann keine Schwierigkeiten, wenn es einmal etwas lauter, unordentlicher oder chaotischer zugehen sollte.

Verständnis, Toleranz und Hilfsbereitschaft sind ebenso gegenüber den Eltern gefragt, die während eines Urlaubs mit ihren Kindern durchaus auf die eine oder andere Nervenprobe gestellt werden können. Wenn sich unter den übrigen Hotelgästen weitere Familien befinden, ist auch das gegenseitige Verständnis gegeben.

Letztlich müssen die Ausstattung und speziellen Angebote der Unterkunft Ihren Vorstellungen entsprechen. Vorab können Sie Folgendes prüfen:

  • Wirbt das Hotel explizit mit Familien- und Kinderfreundlichkeit, vielleicht sogar mit konkreten Angeboten? Dies ist immer ein gutes Zeichen, da Familien in diesem Fall eindeutig der Zielgruppe entsprechen.
  • Informieren Sie sich vorab, wie hoch der «Familienanteil» unter den Hotelgästen tatsächlich ist. Dies kann Ihnen gute Hinweise darauf liefern, ob das Personal Erfahrung mit Kindern hat, rundum auf junge Gäste eingestellt ist und Sie viele «Gleichgesinnte» um sich herum haben werden.
  • Erkundigen Sie sich vor der Buchung über die Ausstattung des Hotels, um herauszufinden, ob sie (Ihren) Kindern gerecht wird: Handelt es sich um ein Hotel mit Kinderbetreuung? Gibt es Wickeltische? Werden Buggys, Kinderwagen und Kinderbetten zum Verleih angeboten? Können Sie Ihren Kindern bei Bedarf Mahlzeiten zubereiten? Hat der Pool einen Kinderbereich oder ein Babybecken?
  • Schauen Sie sich Fotos der Unterkunft an: Ein kreativer, spielerischer, für Kinder ansprechender Stil macht einen guten Eindruck.
  • Bringen Sie in Erfahrung, welche Schutzmassnahmen getroffen werden: Gesicherte Steckdosen? Türsicherungen? Eine sorgfältige Abzäunung des Poolbereichs und des Geländes?

Kindgerechte Beschäftigung

Nicht nur im Hotel, sondern auch in der näheren Umgebung sollte ein gutes Angebot an Beschäftigungsmöglichkeiten gegeben sein: Mit Kindern kann eine Reise selten im Voraus exakt durchgeplant werden. Viel mehr sind Flexibilität und Spontanität gefragt; die meisten Aktionen erfolgen je nach Laune, manche Vorhaben werden kurzfristig geändert und Zeitpläne können sich verschieben.

Ein vielseitiges Angebot direkt im oder neben dem Familienhotel beugt Unstimmigkeiten und einer Überforderung der Kinder, zum Beispiel durch lange Fahrwege, vor. Ausserdem können Ihre Kinder auf diese Weise gleich vor Ort neue Freunde kennen lernen.

Einige Beispiele für kindgerechte Freizeitmöglichkeiten sind:

  • Unterhaltungsprogramme
  • Poolbereich
  • Sportmöglichkeiten (zum Beispiel Tischtennis, Minigolf, Fussball, …)
  • Spielplätze
  • Erlebnispark
  • Strand

Wetterunabhängigkeit

Natürlich hoffen wir bei jedem Urlaub auf schönes Wetter; doch eine Garantie dafür gibt es nicht. Was schon für Erwachsene ärgerlich ist, kann Kinder sehr frustrieren und überfordern. Einen verregneten Tag auf engstem Raum zu verbringen, ist für Familien eine grosse Herausforderung.

Daher sollten Sie bei der Wahl der Unterkunft darauf achten, dass beim Freizeitangebot nicht ausschliesslich auf Outdoor-Aktivitäten gesetzt wird. Auch bei schlechtem Wetter sollte sichergestellt sein, dass den jungen Gästen genügend Spass, Abwechslung und Auslastung geboten werden.

Beispiele für tolle Indoor-Angebote sind:

  • Schwimmbad
  • Spielzimmer, Spielecke
  • Malsets
  • Kinderbuchhandlung
  • Kinobereich
  • Unterhaltungsprogramme
Familienferien: Oft ist die Natur schon eine Entdeckung wert
Familienferien: Oft ist die einfache Natur schon eine Entdeckung wert

Alternativen für grosse Familien

Grossfamilien stehen bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft vor besonderen Herausforderungen: Oft ist nicht nur ein familienfreundliches, sondern auch ein günstiges Hotel gefragt. Folgendes sollten Sie berücksichtigen:

  • Bereits die An- und Abreise kann mit reichlich Stress verbunden sein, wenn gleich mehrere Kinder im Auge behalten werden müssen. Organisieren Sie daher beides vorab, verzichten Sie nach Möglichkeit auf komplizierte Fahrwege und berücksichtigen Sie die Check-in- und Check-out-Zeiten.
  • Achten Sie bei der Wahl der Unterkunft darauf, dass unter den Freizeitangeboten wirklich für jedes Familienmitglied etwas dabei ist.
  • Sollten Sie kein passendes oder günstiges Hotel finden: Wie wäre es stattdessen mit einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus? Neben ausreichend Platz geniessen Sie dort auch besonders viel Privatsphäre.

Headerbild: © altanaka – stock.adobe.com

Weiterführende Tipps im Web zum Thema Familie und Ferien

 

Wirtschaftsraum Zürich im Fokus

Wirtschaftsraum Zürich im Fokus – Zürich in Zahlen

Mit ihren 415.367 Einwohnern ist Zürich die Stadt mit den meisten Einwohnern in der Schweiz. Die Einwohnerdichte im Umland ist relativ hoch. Dies führt dazu, dass in der Metropolregion Zürich knapp 1,83 Millionen Menschen leben. Dank niedriger Steuersätze für multinationale Konzerne, betrachten viele dieser Global Player es als sinnvoll, über einen Unternehmenssitz in Zürich zu verfügen. Doch gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sei der Wirtschaftsraum Zürich laut einem Bericht von fDi Intelligence aufgrund seines wirtschaftlichen Potentials und einer ausserordentlichen Unternehmerfreundlichkeit eine Region mit Zukunft. Die Europäische Kommission ruft die Region Zürich in ihrer Analyse Regionaler Innovationsanzeiger (RIS) gar zum Europameister in Sachen Innovation aus. Zürich liegt bei diesem Ranking 60 Prozent über der durchschnittlichen Innovationskraft vergleichbarer EU-Regionen.

Zu den wichtigsten Branchen im Wirtschaftsraum Zürich zählt der Finanzsektor. Dazu gehören neben den Grossbanken Credit Suisse, UBS und der traditionsreichen Privatbank Julius Bär auch viele kleinere Banken. 45.000 Beschäftigte arbeiten in Zürich im Bankensektor. Versicherungen wie Swiss Re und Zurich Insurance haben ihre Hauptquartiere in Zürich. Insgesamt erwirtschaftet die Finanzbranche 50 Prozent aller Steuereinnahmen der Stadt Zürich.

Unternehmensbezogene Dienstleistungen wie IT-Entwicklung, Verwaltung von Immobilien, aber auch Unternehmens-und Rechtsberatung bilden den zweitwichtigsten Wirtschaftsfaktor Zürichs. Google unterhält hier seit 2004 sein europäisches Forschungszentrum. Zudem verfügt IBM Schweiz über wichtige Forschungseinrichtungen in der Stadt an der Limmat.

Insgesamt beheimatet Zürich über 44.292 Betriebe mit 472.396 Beschäftigten.

Geschichte Zürichs

Im Jahr 1262 erhielt Zürich den Titel als Reichsstadt. Dieser Status beinhaltete grösstmögliche Unabhängigkeit der Stadt vom Heiligen Römischen Reich. Rechtlich wirklich losgelöst hat sich Zürich jedoch erst im Jahr 1648, knapp 140 Jahre nach der Reformation im Jahr 1519. Unter Huldrych Zwingli entstand damals das Weltgeschichte schreibende reformierte Rom an der Limmat.

Der wirtschaftliche Aufstieg Zürichs begann schliesslich im 18. und 19. Jahrhundert mit dem Aufbau der Textilindustrie. Der liberalen Politik des Eisenbahnunternehmers Alfred Escher verdankt die Stadt ab 1846 ihre herausragende Rolle im Banken-und Versicherungswesen. Darüber hinaus gründete Escher die Schweizerische Nordostbahn, das Eidgenössische Polytechnikum und trug jahrzehntelang zur Weiterentwicklung der prosperierenden Region Zürich bei. Zwischen 1850 und 1970 verzeichnete Zürich einen drastischen Bevölkerungszuwachs, der aus der vormals kleinen Stadt eine Metropole schuf. Eine Liberalisierung des Gastgewerbes im Jahr 1997 trug massiv zur Steigerung der Innovation im Bereich Gastronomie und Diskotheken bei. Seit einiger Zeit entwickeln sich aus den ehemaligen Industriebrachen der Stadt moderne und beliebte Wohnquartiere.

Für KMU in Zürich war dieser Innovationsschub der späten neunziger Jahre eine Initialzündung, die wesentlich zu ihrer aktuellen Stärke beiträgt.

Zürich lebt - Bahnhof Zürich
Zürich lebt – Bahnhof 2003

KMU Zürich – Infrastruktur und Digitalisierung

Für kleinere und mittlere Unternehmen stellt die GZA (Greater Zurich Area) einen bedeutenden Wirtschaftsmotor dar. Aufgrund der durchdachten und gut ausgebauten Infrastruktur, ist die Region für KMU mit den verschiedensten Transportmitteln leicht erreichbar. Der international vernetzte Zürcher Flughafen eröffnet ein leicht zugängliches Tor zur Welt. Gleiches gilt für das hervorragend ausgebaute Bahnnetz rund um die Metropolregion Zürich, das weiterhin erweitert und den Anforderungen wachsender Mobilität angepasst wird. So will der Bund bis Ende 2020 ca. 1,1 Milliarden CHF in die Erweiterung des Hochgeschwindigkeitsnetzes investieren, um Reisezeiten in europäische Städte wie Paris, Lyon, München, Ulm und Stuttgart zu verkürzen.

Im ICT-Bereich besetzt Zürich weltweit eine Spitzenposition, was auf eine gut funktionierende digitale Infrastruktur zurückzuführen ist. Die Schweiz verfügt laut dem US-Unternehmen für die Beschleunigung für Internet-Anwendungen Akamai über das schnellste Internet Europas.

Grosses Wachstumspotential für KMU Standortmarketing

Das KMU Standortmarketing Konzept der sogenannten Greater Zurich Area GZA bietet ein enormes Wachstumspotential für kleinere und mittlere Betrieb in der Region. Das Standortmarketing Unternehmen GZA AG bemüht sich vermehrt um eine intensive Vernetzung mit Unternehmen im Ausland, um dadurch die Ansiedlung weiterer KMU im Raum Zürich zu begünstigen. Hinzu kommt eine im europäischen Vergleich sehr attraktive Besteuerung von Unternehmen und Privatpersonen. Effektive, kombinierte Unternehmenssteuersätze variieren zwischen 12-24 Prozent. Auch die Besteuerung von Einkommen liegt häufig zwischen einem Drittel bis zu der Hälfte unter den durchschnittlichen Steuersätzen der europäischen Nachbarn. Der BAK Taxation Index ermittelt für die Metropolregion Zürich einen Durchschnittswert von 29,4 Prozent. Dieser befindet sich damit erheblich unter dem europäischen Mittelwert von 42,9 Prozent.

Der Wirtschaftsraum Zürich verfügt über ein enormes Potential gerade im Bereich von Zukunftstechnologien wie Biotechnologie, Künstliche Intelligenz, Robotik und Blockchain-Technologie. KMU Zürich werden auch zukünftig von dem innovativen Umfeld dieser rasanten Entwicklungen profitieren.

Schweiz-Kantone.ch – 25.5.2020 (at)

Quellen:

Weiterführende Tipps im Web

Christliche Feiertage: Hintergünde & Bedeutung

Hintergründe der christlichen Feiertage in der Schweiz

Die wichtigsten Feiertage in der Schweiz: Hintergründe und Brauchtum. In der Schweiz gibt es mehrere wichtige Feiertage kirchlicher Herkunft, die unterschiedlich begangen werden. Alte Bräuche sind teilweise jedoch verloren gegangen und wurden wie beim Pfingstfest nie wieder neu aufgenommen. Für viele Schweizer ist somit nur ein arbeitsfreier Tag ohne umfassende Bedeutung zurückgeblieben. Wir geben eine Übersicht über die wichtigsten christlichen Feiertage in der Schweiz.

Weihnachten: Das wichtigste Fest und seine Bedeutung

Die Adventszeit beginnt vier Wochen vor Heiligabend und soll die Besinnung auf die Geburt Christi symbolisieren. Adventskalender mit an jedem Tag zu öffnenden Türchen verkürzen den Kindern die Wartezeit auf das Christkind. An jedem Adventssonntag wird eine zusätzliche Kerze angezündet, nach dem vierten Advent folgt das Weihnachtsfest. Dabei darf der Heilige Nikolaus nicht vergessen werden, der am 6. Dezember für alle Schweizer Kinder kleine Geschenke bringt. Bekannt ist dieser Tag als St. Nikolas oder – in der Deutschschweiz – als Samichlaus. In katholischen Gegenden erfolgt die kleine Bescherung durch eine Bischofsfigur, die von einem Knecht begleitet wird, der als Butzli bekannt ist.

An Weihnachten selbst stehen das gemeinsame Essen und Singen im Vordergrund, in den meisten Familien wird auch schon der 24. Dezember gefeiert. Nur wenige konzentrieren sich einzig auf den ersten Weihnachtsfeiertag. Gemeinsam besuchen die Familien die Mitternachtsmesse oder den Mitternachtsgottesdienst. Auch der erste Weihnachtstag steht ganz im Zeichen der Familie, die sich zum festlichen Essen trifft.

An Weihnachten feiern die Menschen die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem, wobei es bis zum Jahr 336 dauerte, bis der 25. Dezember als Feiertag festgelegt wurde.

Dass am Weihnachtsfest Geschenke verteilt werden, ist ebenfalls eine neuere Tradition, denn der Reformator Martin Luther führte sie ein. Bis dahin wurden die Geschenke einzig am Nikolaustag verteilt. Auch die Tradition des geschmückten Weihnachtsbaumes ist noch nicht so alt, sie wurde erst zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert in der Schweiz eingeführt.

Weihnachten: Hintergrund und Bedeutung
Symbol für Weihnachten: Die Krippe in der das Christkind geboren wurde.

Karfreitag: Bedeutung und Brauchtum des Freitags

Karfreitag ist der Tag, an dem die Schweizer dem Leiden und dem Tod Jesu gedenken.

Nach der biblischen Überlieferung wurde Jesu an diesem Tag wegen Aufruhr und seiner Behauptung, Gottes Sohn zu sein, auf dem Hügel Golgatha ans Kreuz genagelt.

Der Tag selbst ist seit dem frühen Christentum ein heiliger Tag, der der stillen Busse und dem Fasten gilt. Dies erklärt auch die Bezeichnung des Feiertages, denn das althochdeutsche Wort «kara» bedeutet so viel wie «Trauer» oder «Wehklage». Der Tag geht dem Karsamstag voraus und ist einer der höchsten kirchlichen Feiertage.

Karfreitag ist ein stiller Feiertag, dennoch sind an ihn auch heute noch einige Traditionen gebunden. In der Heiligen Messe werden keine freudigen Lieder gesungen, Altare in der Kirche werden nicht geschmückt. Auch die Glocken läuten nicht, das Geläut wird bis zur Osternacht ausgesetzt. Stattdessen wird mit Ratschen und Klappern auf die Gottesdienste und auf die Trauer um den Tod Jesu aufmerksam gemacht.

Der Freitag vor dem Osterfest steht im Zeichen des Fastens, in der Regel wird wenigstens auf Fleisch und Alkohol verzichtet. Vielerorts steht traditionell Fisch auf der Menükarte. Weniger christlich geht es im Wallis und im Tessin zu, denn dort ist dieser Tag kein Feiertag. Somit nutzen viele Bewohner anderer Kantone den Freitag, um in Ruhe einkaufen zu gehen und im Mendrisio im Tessin die traditionelle Prozession mit rund 700 Laiendarstellern zu sehen.

Karfreitag: Hintergrund und Bedeutung
Karfreitag, der erste Schritt vom Sterben zum Leben.

Ostern: Bedeutung des zweiten sehr wichtigen Festes

Christen glauben daran, dass der am Freitag vor Ostersonntag gekreuzigte Jesus am Ostersonntag den Tod hinter sich lassen konnte.

Er sollte seinen von Gott erteilten Erlösungsauftrag auf der Erde erfüllen. Das Konzil von Nicäa legte den Termin für das Osterfest auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond, daher ist es kein festes Datum, zu dem das Osterfest stattfindet. Diese Festlegung war im Jahr 325.
An Ostern ist die 40-tägige Fastenzeit vorbei, die Feiern beginnen mit dem Osterfeuer und dem Anzünden von Kerzen. Diese Lichtsymbole sollen das Leben segnen und stehen für die Auferstehung. Auch das Lamm, als wahrscheinlich ältestes Symbol des Osterfestes, sollte für den auferstandenen Jesus stehen.

Laut der Überlieferung im Lukasevangelium trafen am dritten Tag nach der Kreuzigung Jesu zwei Jünger einen Unbekannten, den sie erst dann als Christus erkannten, als er mit ihnen das Brot teilte. Daraus entwickelte sich der Ostermontag, der auch heute noch als wichtiger Feiertag gilt.

Neben dem obligatorischen Gang in die Kirche gab es einige Traditionen, die heute aber nicht mehr gepflegt werden. Eine davon ist die Errichtung von Heiliggräbern, was in Kirchen vorgenommen wurde. Dazu errichteten die Gläubigen ein bis zu fünf Meter grosses Grab, in das im Rahmen der Karfreitagsfeierlichkeiten eine Figur gelegt wurde. Diese Figur erstand dann bei der abendlichen Ostermesse wieder auf.

Heute wird vor allem die Tradition des Ostereierfärbens, des Osterhasens und der kleinen Geschenke gepflegt. Ostern wird im kleinen Familienkreis gefeiert. Neuerdings werden Brunnen geschmückt, was sich als wahre Touristenattraktion herausgestellt hat oder es wird das Eiertütschen gespielt. Dabei sind die eingesetzten Eier die Siegprämien, sie werden gegeneinander geschlagen. Das Ei, das dabei zerbricht, muss abgegeben werden.

Bekannt ist auch das Zwänzgerle, bei dem ein Zwanzigrappen so geworfen wird, dass er in einem hart gekochten Ei stecken bleibt. Das Ei gehört einem Kind und prallt das Geldstück ab, darf das Kind dieses behalten. Bleibt das Geld stecken, darf der Werfer das Ei haben.

Ostern: Hintergrund und Bedeutung
Ostern: Das Leben geht (anders) weiter.

Auffahrt: Bedeutung des Festes in der Schweiz

Auffahrt hängt entsprechend dem christlichen Glauben eng mit dem Karfreitags- und dem Osterfest zusammen. An besagtem Freitag wurde Jesus gekreuzigt, am Ostersonntag erstand er wieder auf. In den folgenden 40 Tagen zeigte er sich immer wieder gegenüber seinen Jüngern und sprach von Gottes Reich.

Am letzten dieser 40 Tage wurde Jesus in den Himmel gehoben, wie es in der Bibel überliefert ist.

In der Schweiz wird dieses Fest als Auffahrt bezeichnet, in vielen anderen Ländern als Christi Himmelfahrt. Das Auffahrtsfest ist in allen Kantonen gleichermassen ein Feiertag.

Verschiedene Bräuche prägen den Feiertag, wobei sich diese Bräuche je nach Kanton und Region unterscheiden. Im Liestal, Kanton Baselland, ist schon der Montag vorher wichtig, denn er gilt als Banntag. Es werden Salutschüsse abgefeuert und ein grosser Umzug veranstaltet. Im Rahmen des Umzugs werden die Grenzen der jeweiligen Gemeinde abgelaufen. Ähnliche Traditionen gibt es in Luzern, Sempach oder Beromünster, hier findet der Auffahrtsumritt statt. Oft sind hier viele Tausend Teilnehmer zu begrüssen. Allerdings geht die Zahl der Umritte stetig zurück und es ist nicht auszuschliessen, dass diese Tradition früher oder später ganz aussterben wird.

Auffahrt: Hintergründe und Bedeutung
Auffahrt: Abschied auf bestimmte Zeit

Pfingsten: Hintergrund und Bedeutung des Festes

Das Pfingstfest stellt den Abschluss der Osterzeit dar. Es findet genau 50 Tage nach Ostersonntag statt und erstreckt sich auf zwei Tage.

Die Kirche feiert an diesem Tag das Erscheinen des Heiligen Geistes, der sich angeblich mit einem Himmelsbrausen zeigte.

Danach begannen die Apostel zu predigen und Menschen «im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes» zu taufen. Heute erinnert das Fest unter anderem daran, dass die Trennung der verschiedenen Konfessionen nicht gewollt war.

Pfingsten ist zwar ein heiliges Fest, doch die Bräuche dazu werden kaum noch gelebt. Früher einmal wurde eine Holztaube in der Kirche kreisen gelassen, als die Heilige Messe stattfand. Auch echte Tauben flogen umher. Heute wird meist nur noch die Holztaube, die das Symbol für den Heiligen Geist darstellen soll, an einer Schnur herabgelassen.

Teilweise werden Pfingstfeuer entzündet, die allerdings eher dem heidnischen Brauchtum entstammen und lediglich von den Christen übernommen wurden. Auch die Pfingstritte als festliche Umzüge finden immer weniger statt. Der Pfingstmontag ist nur in den Kantonen Zürich, Bern, Basel (Stadt und Land), Waadt, Genf, Jura sowie in den Ostschweizer Kantonen ein Feiertag. In anderen Kantonen sind regional Unterschiede vorhanden, der Pfingstmontag ist vielerorts kein Feiertag.

Pfingsten: Hintergrund und Bedeutung
Pfingsten: Gott ist da

© Schweiz-Kantone.ch – 20.5.2020 (at)


Auf den folgenden Webseiten erfahren Sie noch mehr über die christlichen Feiertage

Bauen ohne Ärger: Bauratgeber

Bauen ohne Ärger: So vermeiden Sie versteckte Baumängel

Ob Umbau, Neubau oder Renovierung – wer für die Verwirklichung seines Traumhauses auf die Leistungen von Bauträgern zurückgreift oder selbst Professionisten beauftragt, sollte dabei mit Umsicht agieren. Versteckte Baumängel sind nämlich auch in der Schweiz keine Seltenheit, und oft bemerken Betroffene den Schaden erst Monate nach der Fertigstellung und Abnahme. Gute Information und eine professionelle Bauberatung helfen, Ärger beim Bauen zu vermeiden. Damit Sie mit Ihrem Bauvorhaben auf der sicheren Seite sind, haben wir die wichtigsten Tipps und Tricks zur Vermeidung von Baumängeln und Bauschäden im folgenden Beitrag für Sie zusammengestellt.

Baumangel oder Bauschaden – was ist der Unterschied?

Das Auftreten von Baumängeln stellt – entgegen häufiger Annahmen – leider nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel dar: Es gibt kaum eine Baustelle, bei der exakt nach Vereinbarung gearbeitet wird, und manche Schäden machen sich erst längere Zeit nach Abnahme des fertiggestellten Objektes bemerkbar. Umso ärgerlicher, wenn das zu einem Zeitpunkt passiert, an dem die gesetzlichen Garantie- und Rügefristen bereits abgelaufen sind – dann haben Bauherren ausser in Ausnahmefällen keine Möglichkeit mehr, die Behebung der Schäden vom ausführenden Bauunternehmen zu verlangen. Was gilt aber beim Bauen eigentlich als Mangel, was als Schaden? Und innerhalb welcher gesetzlicher Fristen müssen Mängelrügen eingebracht werden?

Das ist relativ einfach erklärt:

  • Ein Baumangel liegt dann vor, wenn vertraglich vereinbarte Leistungen vom ausführenden Unternehmen nicht wie vereinbart erbracht werden. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Bauträger qualitativ minderwertige Materialien verwendet, einzelne Bauschritte nicht fachgerecht ausführt oder die erbrachten Leistungen nicht den anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Baumängel betreffen häufig die Bereiche Abdichtung, Innenputz, Estrich, Wärme-, Schall- und Brandschutz.
  • Ein Bauschaden ist die Folge eines Baumangels: Führt etwa ein nicht fachgerecht durchgeführter Einbau von Fenstern und/oder Türen zu Feuchtigkeitsstau und in der Folge zu Schimmelbildung in den Innenräumen, handelt es sich um einen Bauschaden. Ist das Haus zu diesem Zeitpunkt bereits bezogen, können auch hohe zusätzliche Kosten entstehen: Möglicherweise müssen die Bewohner während der Behebung des Schadens in eine andere Unterkunft ziehen. Sind Schäden am Gebäude aufgetreten, die nicht so einfach behoben werden können oder immer wieder auftreten, entsteht für den Bauherren damit auch ein Vermögensschaden: Die nicht sachgerechte Ausführung führt schliesslich zu einer Wertminderung des Gebäudes. Juristisch wird ein solcher Schaden als Mangelfolgeschaden bezeichnet.

Baumängel und -schäden, die rechtzeitig erkannt werden, sollten Sie als Bauherr dem ausführenden Unternehmen deshalb sofort melden und eine rasche Behebung einfordern: Während der Bauphase ist es bedeutend leichter und kostengünstiger, auftretende Probleme zu erkennen und zu korrigieren als danach.

Unterschiedliche Rüge- und Mängelfristen

Wichtig zu wissen – es gibt unterschiedliche Rüge- und Mängelfristen:

  • eine Rüge müssen Sie sofort bei Bekanntwerden des Mangels aussprechen,
  • die Verjährungsfrist für aufgetretene Mängel oder Schäden beträgt generell fünf Jahre,
  • handelt es sich um arglistig verschwiegene Mängel, beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre.

Die häufigsten Mängel am Bau

Welche Mängel und Schäden treten nun am häufigsten auf Schweizer Baustellen auf?

Zu den Klassikern der Mängel und Schäden am Bau zählen:

  • Risse im Estrich, am Innenputz, an Wänden und Decken – Ursache ist oft zu rasches Austrocken des Rohbaus
  • Schimmelbildung durch Feuchtigkeitseintritt von aussen oder zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen, oft durch falsches Auftragen von Putz verursacht
  • Feuchtigkeit in Kellerräumen durch undichte Stellen im Mauerwerk
  • Schäden am Dach oder Spitzboden, Schäden durch Wassereintritt
  • falsch geplante Terrassen, die Regenwasser nicht ausreichend ableiten oder absacken
  • Dämmungsprobleme
  • schlecht verlegte Trittbelege wie Fliesen oder Steinplatten, Auftreten von Bruchschäden

Besonders ärgerlich für Bauherren: Durch die Verzögerungen, die die Mängelbehebung mit sich bringt, entstehen oftmals hohe Zusatzkosten. Prävention von Bauschäden ist daher für alle, die bauen wollen, ein wichtiges Thema.

Vorsorgen und sich informieren schützt: Wo Sie Unterstützung finden

Es ist sinnvoll, sich schon vor Baubeginn gut zu informieren: Das Internet dient hier als erste Quelle, um sich einen Überblick zu verschaffen. Auf spezialisierten Webseiten zum Thema Bauen finden Sie Tipps und Tricks, um mögliche Mängel und Schäden am Bau rechtzeitig zu erkennen und sich gegen mögliche Probleme zu wappnen. Spätestens zum Zeitpunkt der Bauabnahme sollten Sie nämlich in der Lage sein, einen Baumangel als solchen zu erkennen.

Jeder entdeckte Mangel sollte im Abnahmeprotokoll verzeichnet und eine Frist für die Behebung gesetzt werden. Unterschreiben Sie das Abnahmeprotokoll nicht, wenn Sie sich unsicher sind oder Ihre Meinung sich von jener des Architekten oder Bauleiters unterschiedet.

Natürlich ist es für Laien nicht einfach, versteckte Mängel als solche zu erkennen – wenn Sie sich nicht ausreichend gut informiert fühlen, ist es sinnvoll, sich schon zu Baubeginn eine kompetente Person zur Unterstützung zu holen oder auf eine professionelle Bauberatung zu setzen. Die professionelle Bauberatung und Baubetreuung hat den Vorteil, dass Sie nicht selbst ständig zwischen Arbeitsplatz und Baustelle pendeln müssen, aber dennoch ein hohes Mass an Sicherheit im Bauprozess geniessen. Sie sind dadurch in jeder Bauphase und bis zur Bauabnahme bestmöglich geschützt.

Wertvolle Informationen und Hilfe zur Bewertung von Baumängeln und Bauschäden finden Sie unter anderem auf Bauszene.ch.

Nothilfe in Afrika

Das Coronavirus und die aktuelle Situation in der Schweiz

Europa gilt als das neue Epizentrum des Coronavirus. Auch die Schweiz ist betroffen. Die gesamte Bevölkerung ist deshalb in der Verantwortung. Solidarisches Handeln und Rücksichtnahme auf andere ist in diesen Zeiten unabdingbar. Wer Krankheitssymptome aufweist, ist dringend angehalten, zu Hause zu bleiben, um die Zahl der Neuerkrankungen zu begrenzen und das Gesundheitssystem funktionsfähig zu erhalten.

Die Anzahl der Corona-Patienten in der Schweiz nimmt weiterhin zu. Derzeit wurden 4.840 Fälle positiv getestet. 4.176 Personen sind durch einen zweiten Test bereits bestätigt, 43 davon verstarben nachweislich aufgrund der Virus-Infektion. Dabei waren unter den Betroffenen deutlich mehr Erwachsene als Kinder, bei Personen ab 60 Jahren befanden sich unter den Erkrankten mehr Männer als Frauen. Mittlerweile sind in allen Kantonen der Schweiz Fälle bekannt, dazu zählen auch Menschen, die ihren ständigen Wohnsitz nicht in diesen Kantonen haben.

Weitaus schlimmer als die Schweiz kann es aber den afrikanischen Kontinent treffen. Die schlechtere Gesundheitsversorgung, Armut und Kriege bietet der Pandemie beste Bedingungen.

Das Coronavirus und seine möglichen Auswirkungen in Afrika

Bisher zeigen die meisten afrikanischen Regierungen ein entschlosseneres Vorgehen und erlassen teils drastische Massnahmen direkt nach Bekanntwerden des ersten Corona-Falles. Madagaskar stellt die Flugverbindungen nach Europa ein und Ruanda schliesst alle Schulen und Kirchen ein. Ebenso ergreifen Kenia, der Senegal und die Urlaubsländer im Norden des Kontinents Massnahmen. Denn: auch in Afrika steigen die Fallzahlen an.

Doch diese Schritte sind insbesondere von der Sorge der Ausbreitung des Virus und der Angst vor verheerenden Auswirkungen getrieben. Grund dafür ist vor allem das meist mangelhafte Gesundheitssystem afrikanischer Staaten.

Fachleute sehen eine grosse Gefahr der Ausbreitung eben wegen der vielerorts mangelnden medizinischen Versorgung und schlechter hygienischer Zustände.

Kurzfristige Hilfsprogramme helfen dem Kontinent nur bedingt, wenn ansonsten kontinuierliche ärztliche Versorgung fehlt. Daher ist es umso wichtiger, dass dauerhafte humanitäre Hilfe für Afrika zur Verfügung steht. Dazu gehört die Erweiterung der Kapazitäten in Krankenhäusern, sowie die Vorbereitung des Personals für grössere Epidemien. Nicht zuletzt gilt es auch, den Zugang zu technischen Geräten und Medikamenten zu ermöglichen. Hoffnung macht der Umgang mit der Ebola-Epidemie: Afrika kann – sofern die Mittel zur Verfügung stehen – mit dem Ausbruch von Seuchen durchaus umgehen.

Nothilfe für Afrika - Hilfe gegen die Corona Pandemie

Die Bedeutung der humanitären Hilfe für Afrika

Die Herausforderung, der sich Afrika gegenüber sieht, ist weit mehr als nur ein Virus. Gewalt, Krisen und Kriege strapazieren Menschen und Infrastrukturen. In Krisenregionen überfallen Bewaffnete nahezu täglich Dörfer, um zu morden und zu plündern. Viele Menschen befinden sich auf der Flucht ohne feste Unterkunft. In Flüchtlingslagern sind Hygienebedingungen und Lebensumstände ein optimaler Nährboden für eine schnelle Verbreitung des Corona Virus. Ein Schutz ist kaum möglich. Das Corona Virus beeinträchtigt die Entwicklungshilfe schon jetzt, denn Organisationen vor Ort mussten aufgrund von Regierungsauflagen bestimmte Aktivitäten streichen, Flugreisen sind ausgesetzt.

Um der Ausbreitung des Corona-Virus nicht noch Vorschub zu leiten, zählt zu den mitunter wichtigsten Hilfen die Bekämpfung von Hunger. Dabei sind die Ursachen von Hunger vielseitig. Hunger ist eine Folge von Konflikten, aber auch Grund für Konflikte. Arme Menschen können sich keine gehaltvollen Lebensmittel leisten, sind infolgedessen geschwächt und nicht mehr in der Lage, ihr Einkommen zu bestreiten. Dürren oder Überschwemmungen als Folgen des Klimawandels treffen die ohnehin armen Bauern noch härter. Sie verlieren ihre Lebensgrundlage und einzige Einkommensquelle.

Ein fataler Kreislauf beginnt. Die Folgen des Hungers, Krisen und Kriege treffen die Gesellschaft hart. Vor allem Frauen, Kinder und Kranke sind besonders gefährdet.

Aufgrund der Mangelernährung sind sie deshalb einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt, am Coronavirus zu erkranken. Bricht die humanitäre Hilfe für den Kontinent ein, sind unzählige Hilfsprojekte existentiell gefährdet. Für viele Menschen in Krisen- und Hungergebieten oder Dürreregionen ist die Unterstützung aber entscheidend für ihr Überleben. Die Aufrechterhaltung der humanitären Hilfe ist gerade in Anbetracht der Corona-Pandemie elementar, um das Funktionieren anderer Strukturen weiterhin zu gewährleisten. Dabei geht es auch um Hilfe zur Selbsthilfe, sodass der Kontinent künftige Herausforderungen selbst lösen kann.

Nothilfe Afrika – Der Kontinent benötigt dringend Unterstützung

Kulturelle, soziale und geografische Unterschiede der einzelnen Länder bedürfen unterschiedlicher Nothilfe-Massnahmen. Neben den Massnahmen gegen Hunger und Mangelernährung oder Auswirkungen des Klimawandels bedeutet dies vor allem medizinische Unterstützung. Gerade in Ländern, in denen ohnehin nur wenige Krankenhäuser oder schlecht ausgebildetes Personal zur Verfügung stehen und wirksame Medikamente nur schwer erhältlich oder unerschwinglich sind, ist die Nothilfe Afrika dringend notwendig.

Mit entsprechender Unterstützung kann Afrika einer Corona-Pandemie erfolgreich begegnen.

Afrika helfen

tearfund.ch: Corona kennt keine Grenzen. Nächstenliebe auch nicht