Der Garten, unser Naturwohnzimmer

Warum Schweizerinnen und Schweizer das eigene Grün so lieben

Über 50 % der Schweizerinnen und Schweizer werken regelmässig im eigenen Grün; 40 % davon ein Mal wöchentlich, knapp 15 % gar täglich. In Deutschland gaben 2013 rund 17,14 Millionen Menschen (ab 14 Jahren) an, ein besonderes Interesse an den Themen Gartenpflege und Gartengestaltung zu haben. Laut Bundesamt für Statistik arbeiteten im Jahre 2010 die Frauen in der Schweiz im Schnitt 2.2 Stunden pro Woche im Bereich «Haustiere, Pflanzen, Garten»; Männer hingegen nur 1.7 Stunden. Entsprechend gibt es in der Schweiz knapp 4’000 Gartenbau-Betriebe, Tendenz steigend.

Erste Erfahrungen mit der Natur, dank unserem Garten
Erste Erfahrungen mit der Natur, dank dem Garten

Ausgleich, Beschäftigung, Erholung

Die Schweizer und ihre Gärten! Diese Liebesbeziehung hat vielschichtige Gründe. Familiengärten sind eine kreative und zudem produktive Freizeitbeschäftigung. Sie stellen wichtige Erholungsräume dar, die nebenbei auch der Allgemeinheit eine bessere Lebensqualität bieten, indem sie für eine Auflockerung der Bebauung sorgen. Wer gesundes Gemüse züchtet, verbindet das persönliche Erlebnis vom Säen, Wachsen-Lassen und Ernten mit dem eigenen Garten. Für Kinder sind sie ein idealer Ersatz für die oft fehlenden Spielplätze; sie helfen, natürliche Zusammenhänge spielerisch wahrzunehmen – ein erster wichtiger erlebnisorientierter Anschauungsunterricht in Biologie!

Ein natürliche Garten ist auch ein Vogelparadies
Ein natürliche Garten ist auch ein Vogelparadies

Private Gärten sorgen für die Vielfalt der Vögel

Übrigens, es haben empirische Studien gezeigt, dass die Vielfalt der Vögel in Schweizer Gärten massgeblich durch eine entsprechende Gartengestaltung beeinflusst wird: Je mehr einheimische Büsche und Pflanzen, desto mehr Vogelarten finden im Garten ein natürliches Zuhause. Grün ist also nicht gleich Grün: Exotische Büsche und Bäume sowie schlichte Rasenflächen haben keinen positiven Einfluss auf die Anzahl der Vogelarten – einheimische Blumenwiesen, Holzhaufen und offene Kies- und Sandflächen hingegen schon.

Die Welt im Garten vereint

Gartenliebhaber auf der ganzen Welt einen die Mittel und Ziele, mit denen sie ihre Gärten anlegen, hegen und pflegen. Der Garten ist ein weltumspannender Gegenentwurf zum Alltag, der immer hektischer und unübersichtlicher zu werden scheint. Kommt hinzu, dass die Schweiz immer dichter bebaut wird. Da wird das eigene Grün zum wertvollen Lebenselixier. Der Garten ist der Ort, der zum Nachdenken einlädt, zum Ausspannen und Zu-sich-selbst-Kommen. «

Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten»,

sagte schon der bengalische Dichter Rabindranath Thakur – und hatte damit Recht.

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