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Ausland

Nothilfe in Afrika

Das Coronavirus und die aktuelle Situation in der Schweiz

Europa gilt als das neue Epizentrum des Coronavirus. Auch die Schweiz ist betroffen. Die gesamte Bevölkerung ist deshalb in der Verantwortung. Solidarisches Handeln und Rücksichtnahme auf andere ist in diesen Zeiten unabdingbar. Wer Krankheitssymptome aufweist, ist dringend angehalten, zu Hause zu bleiben, um die Zahl der Neuerkrankungen zu begrenzen und das Gesundheitssystem funktionsfähig zu erhalten.

Die Anzahl der Corona-Patienten in der Schweiz nimmt weiterhin zu. Derzeit wurden 4.840 Fälle positiv getestet. 4.176 Personen sind durch einen zweiten Test bereits bestätigt, 43 davon verstarben nachweislich aufgrund der Virus-Infektion. Dabei waren unter den Betroffenen deutlich mehr Erwachsene als Kinder, bei Personen ab 60 Jahren befanden sich unter den Erkrankten mehr Männer als Frauen. Mittlerweile sind in allen Kantonen der Schweiz Fälle bekannt, dazu zählen auch Menschen, die ihren ständigen Wohnsitz nicht in diesen Kantonen haben.

Weitaus schlimmer als die Schweiz kann es aber den afrikanischen Kontinent treffen. Die schlechtere Gesundheitsversorgung, Armut und Kriege bietet der Pandemie beste Bedingungen.

Das Coronavirus und seine möglichen Auswirkungen in Afrika

Bisher zeigen die meisten afrikanischen Regierungen ein entschlosseneres Vorgehen und erlassen teils drastische Massnahmen direkt nach Bekanntwerden des ersten Corona-Falles. Madagaskar stellt die Flugverbindungen nach Europa ein und Ruanda schliesst alle Schulen und Kirchen ein. Ebenso ergreifen Kenia, der Senegal und die Urlaubsländer im Norden des Kontinents Massnahmen. Denn: auch in Afrika steigen die Fallzahlen an.

Doch diese Schritte sind insbesondere von der Sorge der Ausbreitung des Virus und der Angst vor verheerenden Auswirkungen getrieben. Grund dafür ist vor allem das meist mangelhafte Gesundheitssystem afrikanischer Staaten.

Fachleute sehen eine grosse Gefahr der Ausbreitung eben wegen der vielerorts mangelnden medizinischen Versorgung und schlechter hygienischer Zustände.

Kurzfristige Hilfsprogramme helfen dem Kontinent nur bedingt, wenn ansonsten kontinuierliche ärztliche Versorgung fehlt. Daher ist es umso wichtiger, dass dauerhafte humanitäre Hilfe für Afrika zur Verfügung steht. Dazu gehört die Erweiterung der Kapazitäten in Krankenhäusern, sowie die Vorbereitung des Personals für grössere Epidemien. Nicht zuletzt gilt es auch, den Zugang zu technischen Geräten und Medikamenten zu ermöglichen. Hoffnung macht der Umgang mit der Ebola-Epidemie: Afrika kann – sofern die Mittel zur Verfügung stehen – mit dem Ausbruch von Seuchen durchaus umgehen.

Nothilfe für Afrika - Hilfe gegen die Corona Pandemie

Die Bedeutung der humanitären Hilfe für Afrika

Die Herausforderung, der sich Afrika gegenüber sieht, ist weit mehr als nur ein Virus. Gewalt, Krisen und Kriege strapazieren Menschen und Infrastrukturen. In Krisenregionen überfallen Bewaffnete nahezu täglich Dörfer, um zu morden und zu plündern. Viele Menschen befinden sich auf der Flucht ohne feste Unterkunft. In Flüchtlingslagern sind Hygienebedingungen und Lebensumstände ein optimaler Nährboden für eine schnelle Verbreitung des Corona Virus. Ein Schutz ist kaum möglich. Das Corona Virus beeinträchtigt die Entwicklungshilfe schon jetzt, denn Organisationen vor Ort mussten aufgrund von Regierungsauflagen bestimmte Aktivitäten streichen, Flugreisen sind ausgesetzt.

Um der Ausbreitung des Corona-Virus nicht noch Vorschub zu leiten, zählt zu den mitunter wichtigsten Hilfen die Bekämpfung von Hunger. Dabei sind die Ursachen von Hunger vielseitig. Hunger ist eine Folge von Konflikten, aber auch Grund für Konflikte. Arme Menschen können sich keine gehaltvollen Lebensmittel leisten, sind infolgedessen geschwächt und nicht mehr in der Lage, ihr Einkommen zu bestreiten. Dürren oder Überschwemmungen als Folgen des Klimawandels treffen die ohnehin armen Bauern noch härter. Sie verlieren ihre Lebensgrundlage und einzige Einkommensquelle.

Ein fataler Kreislauf beginnt. Die Folgen des Hungers, Krisen und Kriege treffen die Gesellschaft hart. Vor allem Frauen, Kinder und Kranke sind besonders gefährdet.

Aufgrund der Mangelernährung sind sie deshalb einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt, am Coronavirus zu erkranken. Bricht die humanitäre Hilfe für den Kontinent ein, sind unzählige Hilfsprojekte existentiell gefährdet. Für viele Menschen in Krisen- und Hungergebieten oder Dürreregionen ist die Unterstützung aber entscheidend für ihr Überleben. Die Aufrechterhaltung der humanitären Hilfe ist gerade in Anbetracht der Corona-Pandemie elementar, um das Funktionieren anderer Strukturen weiterhin zu gewährleisten. Dabei geht es auch um Hilfe zur Selbsthilfe, sodass der Kontinent künftige Herausforderungen selbst lösen kann.

Nothilfe Afrika – Der Kontinent benötigt dringend Unterstützung

Kulturelle, soziale und geografische Unterschiede der einzelnen Länder bedürfen unterschiedlicher Nothilfe-Massnahmen. Neben den Massnahmen gegen Hunger und Mangelernährung oder Auswirkungen des Klimawandels bedeutet dies vor allem medizinische Unterstützung. Gerade in Ländern, in denen ohnehin nur wenige Krankenhäuser oder schlecht ausgebildetes Personal zur Verfügung stehen und wirksame Medikamente nur schwer erhältlich oder unerschwinglich sind, ist die Nothilfe Afrika dringend notwendig.

Mit entsprechender Unterstützung kann Afrika einer Corona-Pandemie erfolgreich begegnen.

Afrika helfen

tearfund.ch: Corona kennt keine Grenzen. Nächstenliebe auch nicht