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News Luftverschmutzung: Stadt-Begrünung ist wichtiger denn je!

Luftverschmutzung: Stadt-Begrünung ist wichtiger denn je!

Unseren natürlichen Lebensraum wahrnehmen und pflegen

Luftverschmutzung im Verkehr als Krankheitsursache? Leider ja! Zeit, dem etwas entgegenzusetzen. Stadt-Begrünung ist wichtiger denn je! Erkennen. Verstehen. Handeln. 

Die Themen im Überblick:

Gartenbau in städtischen Gebieten – wichtiger denn je!
Gartenbau in städtischen Gebieten – wichtiger denn je!

Gartenbau in städtischen Gebieten – wichtiger denn je!

Grünflächen bedeuten Erholung ganz praktisch. Denn sobald wir uns in einer natürlichen Umgebung aufhalten, beginnt unser Nervensystem automatisch, sich zu beruhigen. Brauchen wir das überhaupt? Die meisten von uns wahrscheinlich schon, denn unser stressiger Lebensalltag fordert uns immerwährend enorm viel ab – und in städtischen Gebieten noch mehr. Zu den üblichen alltäglichen Anforderungen kommen nämlich noch Stressoren wie Verkehrslärm, vermehrte Luftverschmutzung, Lichtemissionen, Dichtestress etc. dazu.

Vielleicht wird es nicht einmal nachts ganz ruhig – und dunkel schon gar nicht. Viele Menschen sind deshalb unter Dauerspannung, ohne dies überhaupt bewusst wahrzunehmen.

Luftverschmutzung kann Krankheiten auslösen
Luftverschmutzung kann Krankheiten auslösen

Grünflächen gegen Luftverschmutzung in der Stadt

Grünflächen in Städten sind entscheidend wichtig! Denn ihre Pflanzen sorgen für eine bessere Luftqualität. Indem sie CO2 in Sauerstoff umwandeln, wirken der Luftverschmutzung aktiv entgegen und reinigen somit auch unsere Atemluft ist. Bäume und Büsche sind also ein wahrer Segen für nach Luft schnappende Bewohner von Betonwüsten und Glasschluchten in unseren Innenstädten.

Bäume und Büsche filtern und binden Schadstoffe wie Stickoxide oder mikroskopisch winzige Partikel.
Quelle: Linkedin.com

Luftverschmutzung als Krankheitsursache

Laut Umweltmedizinern gilt Luftverschmutzung im Verkehr schon lange als Krankheitsursache. Nach Schätzung von Wissenschaftlern am Massachusetts Institute of Technology fordert die pro Jahr mehr Todesopfer als Unfälle. 

Demnach sterben jährlich mindestens 5.000 Briten rund zehn Jahre vor ihrer natürlichen Lebenserwartung in Folge von Auto-Abgasen, 2.000 durch Flugzeugabgase. 
Verkehrsunfälle fordern vergleichsweise 1.850 Todesfälle jährlich, zitiert Pressetext aus der Arbeit der Forscher. Und in unseren Städten wird es vermutlich nicht viel besser aussehen.

Quelle: globalmagazin.com

Schmutzluft = «stiller Killer»

Die Schmutzluft gelte als «stiller Killer». Sie sei in ihrer Wirkung „gefährlicher als Grippe“, zitiert die Agentur französische Forscher vom Institute for Public Health Surveillance:

Das große Problem der Luftverschmutzung sei die Tatsache, dass die Menschen tagtäglich und ein Leben lang damit konfrontiert sind. Zudem fehle es in der Öffentlichkeit am Verständnis dieses Problems.
Grünflächen in der Stadt sind demnach nicht bloss eine Idee sentimentaler Freigeister.

Draussen arbeiten. Das eine tun und das andere nicht lassen .
Draussen arbeiten. Das eine tun und das andere nicht lassen .

Wo ist unser Bezug zur Natur geblieben?

Täusche ich mich oder ist es eine Tatsache, dass wir modernen Menschen den Kontakt zur Natur immer mehr verlieren?

Tomaten und Zucchetti in den Wintermonaten – wo liegt da das Problem?
Wie viele nerven sich, wenn schon wieder vom Klima geredet und geschrieben wird oder Naturschutz-Themen aufs Tapet kommen? Schliesslich haben wir genug damit zu tun, unseren Alltag zu meistern, dazu werden auch noch die Lebenshaltungskosten immer teurer! Und so baut sich eben dieser Dauerstress auf, der uns umso abweisender für die Anliegen der Natur macht. Der Natur am nächsten sind wir vielleicht im Hotelpool irgendwo am Meer, wo wir ein- oder zweimal im Jahr hinfliegen ... Ende Sarkasmus.

Lebensraum Natur wieder wahrnehmen

Viele Menschen verlieren den direkten Draht zu allem Lebendigen und wir sind uns immer weniger bewusst, dass die Natur unser Lebensraum ist. 
Den wir vor unser aller Augen immer weiter ausbeuten und zerstören. Alle wissen es, alle sehen es, aber irgendwie setzen wir die Prioritäten trotzdem nicht anders.

Bei der Abstimmung über die Klimafondsinitiative am 8. März dieses Jahres haben Herr und Frau Schweizer jedenfalls ein klares Nein in die Urne gelegt.

Schrebergarten: eigenes Gemüse ziehen
Schrebergarten: eigenes Gemüse ziehen

Gartenflächen in der Stadt pachten

Die Stadt Zürich geht mit gutem Beispiel voran. Sie verpachtet 150 Hektaren Gartenland im Stadtgebiet zur privaten Nutzung an ihre Bewohnerinnen und Bewohner oder an Vereine, die die Parzellen ihrerseits weiterverpachten. Dabei werden Gartengemeinschaften und Familien gegenüber Einzelpersonen bevorzugt.
Quelle: Stadt-zuerich.ch

Die Stadt besteht auf einer biologischen Gartenbewirtschaftung. So ist der Einsatz von chemisch-synthetischen Düngern und Pflanzenschutzmitteln in den Kleingärten der Stadt Zürich verboten, ebenso der Einsatz jeglicher Herbizide. Auf Torf in Erden soll verzichtet werden.

Da auf manchen Pachtflächen nach wie vor Eisenbahnschwellen zu finden sind, die umweltschädliche Substanzen enthalten, weist «Grün Stadt Zürich» ihre Pächter darauf hin, dass die Schwellen entsorgt werden müssen. Es kann ein Antrag auf Sanierungsbeiträge gestellt werden.

Gartenarbeit entspannt und schärft die Sinne

Die Beschäftigung mit Pflanzen – und mit der Natur im Allgemeinen – fördert erwiesenermassen die Gesundheit. Setzt man sich mit Saat und Ernte, Witterungsverhältnissen und Jahreszeiten auseinander, vertieft sich unwillkürlich der Bezug zur natürlichen Ordnung. Man spürt am eigenen Leib, welche Mühe es kostet, bis beispielsweise eine Gurke auf dem Teller liegt und wann Himbeeren Saison haben.

Familiengärten als wertvolles Lernfeld

In der Stadt Zürich bestehen auch sogenannte Familiengärten, die durch dreizehn Familiengarten-Ortsvereine verwaltet werden. Sie verpachten insgesamt rund 5500 Gartenparzellen. Je nach Familiengartenverein bestehen Wartezeiten.

Ein solcher Familiengarten ist ein wichtiges Umfeld, wo Alt und Jung die Natur erleben und erkunden kann. Ein wertvolles Gegengewicht zur allgegenwärtigen Bildschirmzeit.

Ein Garten für Familien ist ein gemeinsames Projekt, das Natur und Mensch verbindet
Ein Garten für Familien ist ein gemeinsames Projekt, das Natur und Mensch verbindet

Klimawandel – grosse Herausforderung für Gartenbauexperten!

An heissen Sommertagen sind unsere Stadtbäume aufgrund des Rückstrahlungseffekts von Plätzen und Mauern extremen Temperaturen  ausgesetzt. Längere Hitzeperioden, wie wir sie bereits des öfteren erlebt haben, bedeuten für sie höchste Strapazen. Ganz besonders leiden Nadelgehölze, aber auch Buchen vertragen lang anhaltende Hitze und Trockenheit absolut schlecht. Die grossen Bäume trifft es am meisten, da sie ihren Saft höher in die Wipfel hinauf transportieren müssen. Je höher ihre Kronen in den Himmel ragen, desto stärker sind sie der Sonne ausgesetzt, was den Wasserbedarf nochmals erhöht. Hitze und Trockenheit fördern auch den Befall von Schädlingen und Krankheiten.

Gewisse Baumarten werden in unseren Breitengraden mit der Zeit ganz verschwinden.
Beim Pflanzen neuer Bäume muss das Auswahlkriterium dem entsprechend die Trockenresistenz sein. Aktuell wird mit Baumarten experimentiert, die dem Klimawandel trotzen könnten. Ein Beispiel ist der französische Ahorn – auch Felsen- oder Burgenahorn genannt. Aus dem bergigen Hinterland der französischen Mittelmeerküste stammend, ist er längere Trockenzeiten gewohnt.

Fazit

Gartenbau in städtischen Gebieten ist wichtiger denn je! Pflanzen sorgen für Kühlung im Sommer und verbessern zudem ganzjährig die Luftqualität. Unsere Atemluft.
Es lohnt sich daher, unser Augenmerk vermehrt auf die Stadt-Begrünung zu legen. Sei es auch nur auf Balkon und Terrasse, aber auch auf in Hinterhöfen, auf Dächern, Fassaden, in Vorgärten, auf Plätzen, in Quartierstrassen, Grünanlagen und auf Parkplätzen. Gartenbauer:innen und Landschaftsgärtner:innen sind unentbehrliche Experten beim Bepflanzen von Gärten und Anlagen sowie deren Unterhalt.

© schweiz-kantone.ch, 20.3.2026, Tabea Räber

utorin

Tabea Räber, Texterin, Leseratte, Pflege-Erfahrene, Seniorenbetreuerin, Gerne-Köchin und Geniesserin, Hobbygärtnerin, ruhender Pol. Sie ist regelmässige Autorin für Artikel rund um Gartenpflege und Gartenbau.

Tabea Räber, Autorin und Lektorat, räber marketing & Coaching
Luftverschmutzung: Stadt-Begrünung ist wichtiger denn je!

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GGZ-Gartenbau.ch: Gartenbau, Gartenpflege in der Stadt Zürich und Umgebung

Gartenbau, Gartenpflege, Gartenumgestaltung, Gartenplanung und Naturgarten. Von der Natursteinmauer über die Baumpflanzung bis zur Wildhecke haben Kunden einen Ansprechpartner, der von der ersten Idee bis zur Fertigstellung an ihrer Seite ist.

Haus-Planen.ch: Gartenplanung und Gartenbau: den Garten planen und umsetzen

Der Garten bietet enorm viele Möglichkeiten für eine einzigartige Gestaltung. Er verändert sich laufend und ist in dem Sinne dynamisch, denn mit jeder blühenden und wachsenden Pflanze erhält er ein anderes Aussehen. Frühling, Sommer, Herbst und Winter – jede Jahreszeit gibt ihm ein neues, farbiges Gesicht. In dieser Rubrik Themen wie Gartenbau, Gartengestaltung, Gartenpflege etc. Mehr auf Haus-Planen.ch erfahren.

dpunkt.de: Sachbuch «Naturfotografie im Garten»

Den eigenen Garten neu entdecken und vielleicht sogar umgestalten, dank Naturfotografie? Im neu erschienenen, sehr lesenswerten und gut strukturieren Buch «Naturfotografie im Garten» von Jonathan Fieber, gibt es zahlreiche Tipps wie wir natürliche Lebensräume gestalten, Vielfalt entdecken und einzigartige Naturmomente festhalten können. Autor Jonathan Fieber, ist Diplom Designer und Naturfotograf. Letzteres hat bereits in seiner Kindheit begonnen. Die gemachten Erfahrungen sind im Buch gut spürbar und auch auf den eigenen Garten heruntergebrochen, gut anwendbar.
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Noch mehr Naturfotografie

Auf fokus-naturfotografie.ch bietet Andreas Räber viel Wissenswertes zur Naturfotografie in der Schweiz an. Es erwarten Sie zahlreiche Blogs (zum Beispiel zum Thema Naturfotografie im eigenen Garten) und natürlich viele Natur-, Landschafts- und Tierfotografien.

... und auf Schweiz-Kantone.ch

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