
Die Geschichte und Entwicklung der Künstlichen Intelligenz in der Schweiz
KI im Fokus Künstliche Intelligenz (KI) wird immer mehr zu einem geschätzten und wertvollen Tool, das uns sowohl in beruflichen Prozessen wie auch im Alltag
Künstliche Intelligenz (KI) wird immer mehr zu einem geschätzten und wertvollen Tool, das uns sowohl in beruflichen Prozessen wie auch im Alltag unterstützt – und leider auch abhängig macht. In diesem Artikel geht unser Autorenteam der Geschichte von KI in der Schweiz nach, zeigt Chancen und Risiken von KI auf und empfiehlt wertvolle und weiterführende Buchtipps, Podcasts und Radiobeiträge für Menschen, die sich einen Überblick verschaffen möchten und fundierte, vertiefende Literatur suchen.
Die Themen im Überblick:
Was für enorme Herausforderungen zurzeit auf uns zukommen, was für Entwicklungen die Menschheit im Moment durchmacht … Zum Beispiel Corona, dann diese brutalen, menschenunwürdigen Kriege, die Klimaveränderungen und jetzt auch Künstliche Intelligenz. Letzteres ist sowohl mit Chancen und Gefahren besetzt. Kein Wunder, sind die Ängste vor Abhängigkeit von einer uns unbekannten Technologie gross. Ganz zu schweigen von einer drohenden Arbeitslosigkeit durch KI.
Als ich 2001 ins Digitale Marketing eingestiegen bin, war ich begeistert von all diesen Möglichkeiten. 2009 ergänzte ich mein Tätigkeitsfeld mit Berufs- und Lebenscoaching. Dieser zweite Bereich hat meine Begeisterung für die Vielfalt der Digitalisierung relativiert. Plötzlich war ich mit den Zielgruppen so mancher aggressiven und grenzüberschreitenden Werbekampagne im direkten Kontakt.
Aus Zielgruppen wurden Menschen mit Bedürfnissen und dem Recht auf persönliche Freiheit, Respekt und freien Willen.
Diese Werte werden von High-Techfirmen wie Open AI, Google, Meta, Linkedin etc. gerne «vergessen». Es geht ihnen ausschliesslich um Marktanteile. Um Geld. Um Kapital. Um Macht.
Und genau darum braucht die Bevölkerung von politischer Seite Schutz! Auf die Eigenverantwortung zu setzen, reicht bei weitem nicht aus. Es braucht klare Gesetze. Und zwar zügig!
Und nun kommt Künstliche Intelligenz (KI) ins Spiel, die noch mehr möglich macht. Die uns eine verlockende Vereinfachung des Lebens verspricht. Uns das Denken abnimmt.
Erst auf den zweiten Blick fällt auf, wie Gefahren oft zu Vorteilen umformuliert werden – und umgekehrt.
Manchmal werden wir regelrecht zu digitaler Abhängigkeit gezwungen (wertvolle Buchtipps finden Sie am Ende dieses Artikels). Deshalb kommen wir nicht darum herum, uns mit KI auseinanderzusetzen. Alle!
Zum einen, weil sie zahlreiche Chancen bietet, überflüssige Abläufe zu vereinfachen, zum anderen, weil sie datenhungrig alles verschlingt, was sie findet.
Für uns bedeutet dies vor allem eines: Verantwortung übernehmen. Aussagen wie: «Es ist mir egal, ob die Daten von mir haben» sind ein absolutes NoGo. Genauso, wie sich der KI pauschal zu verschliessen.
Nehmen wir keine Verantwortung wahr, tun es andere. Die vielleicht alles andere als unsere Werte vertreten.
Es geht um uns, unsere Kinder um die Zukunft unserer Gesellschaft. Und, was im Zusammenhang mit der ressourcen- und stromfressenden KI oft unterdrückt wird, die Natur.
Der nachfolgende Artikel soll Ihnen, liebe Leser:innen helfen, der KI mit ihren Vorteilen und Gefahren näher zu kommen. Vor allem aber, dass Sie auch weiterhin Ihr Leben selbstständig und autonom gestalten können.
Künstliche Intelligenz (KI): Es gibt wohl kaum ein anderes Thema, das Medien und Schlagzeilen ressortübergreifend in den letzten Monaten so stark geprägt hat. Nur Wenigen ist jedoch bekannt, dass Künstliche Intelligenz in der Schweiz eine besonders grosse Rolle spielt.
Bevor wir für den Bereich KI Entwicklungen und Historie – zunächst global und anschliessend speziell für unsere Alpenrepublik – skizzieren, scheint es jedoch sinnvoll, den Begriff näher zu beleuchten. Abschliessend betrachten wir Chancen und Risiken der Technologie. Dabei bemühen wir uns um einen neutralen und faktenbasierten Blick:
Denn es hilft weder, die Künstliche Intelligenz und die mit ihr verbundenen Möglichkeiten in den Himmel zu heben, noch diese zu verteufeln und nur Gefahren zu sehen.
KI ist in aller Munde, aber noch nicht einmal alle, die Künstliche Intelligenz nutzen, wissen, was sich hinter dem Begriff genau verbirgt.
Künstliche Intelligenz konzentriert sich auf die Entwicklung von realen oder virtuellen Maschinen, die typische kognitive Fähigkeiten des Menschen imitieren. Im Englischen ist in diesem Zusammenhang der Begriff Artificial Intelligence bzw. AI gebräuchlich. Dabei stehen vor allem vier Bereiche im Fokus, nämlich:
Eine besondere Stärke der KI ist die Verarbeitung von grossen Datenmengen. Dabei kann es sich nicht nur um Texte, sondern etwa auch um Audioinformationen sowie Bilder und Videos handeln.
Im Rahmen von Analyse- und Lernprozessen identifiziert die Künstliche Intelligenz zunächst Muster und leitet daraus dann Erkenntnisse ab. Grundlage dafür sind Algorithmen, also eine Reihe von Anweisungen, die auf das Lösen von Problemen abzielen.
Allgemein lässt sich zwischen schwacher und starker KI differenzieren.
Dabei ist die schwache KI auf klar definierte Problemstellungen beschränkt.
Die starke KI soll hingegen die kognitiven Fähigkeiten von Menschen in mehreren Bereichen erreichen oder diese übertreffen und sogar komplett autonom agieren können. Eine solche künstliche Superintelligenz ist derzeit aber (noch) Zukunftsmusik.
Die Geschichte der KI reicht weiter zurück, als die meisten Menschen vermuten würden. Der Begriff «Artificial Intelligence» taucht erstmals 1956 im Rahmen einer auf der Dartmouth-Konferenz vorgestellten Studie auf. Die Untersuchung aus der Feder von
untersucht den aktuellen Forschungsstand über intelligente Maschinen. Dementsprechend mussten damals bereits entsprechende Forschungen existiert haben. Tatsächlich entwickelte Alan Turing bereits 1936 das theoretische Konzept der nach ihm benannten Turingmaschine, die berechenbare Algorithmen definierte. Um 1950 verbreiten sich dann immer mehr elektrische Schaltungen, die einfache Algorithmen ermöglichen, die als KI-Grundlage dienen konnten.
In den 1960ern bieten die Entwicklungen von immer leistungsfähigeren Transistoren und Computern neue Möglichkeiten. Ende des Jahrzehnts kreiert Joseph Weizenbaum mit «ELIZA» ein Programm, das wir heute als Chatbot bezeichnen würden.
Es simuliert Arzt-Patienten-Gespräche und beeinflusst zahlreiche Expertensysteme. Dazu zählt vor allem «MYCIN».Das seit 1972 an der Stanford University entwickelte KI-System unterstützt erfolgreich Ärzte bei Diagnose und Therapie von Infektionskrankheiten.
Einige Probleme – etwa die Umwandlung von menschlichen Anweisungen in für KI verständliche Regeln – sowie Rückschläge sorgen in den folgenden Jahren für ein zurückgehendes Interesse und sinkende Forschungsbudgets.
Historiker sprechen in diesem Zusammenhang auch von einem «KI-Winter».Erst in den späteren 1980ern gelingt es Charles Rosenberg und Terrence Sejnowski mit «NETtalk», einem Computer quasi das Sprechen beizubringen. Entscheidend dafür ist ein künstliches neuronales Netz, dessen Funktionsweise das menschliche Gehirn imitiert.
Grössere öffentliche Aufmerksamkeit erlangt das Thema Künstliche Intelligenz, als IBM mit «Deep Blue» eine Schach-KI entwickelt, die 1997 sogar den amtierenden Weltmeister besiegt. Doch die meisten Entwicklungen finden hinter den Kulissen statt.
2011 bringt Apple mit «Siri» einen Sprachassistenten auf den Markt, der auf KI – wiederum in Form neuronaler Netze – basiert. Im selben Jahr gewinnt IBMs «Watson» gegen den Champion der Quizshow «Jeopardy» und findet später erfolgreich bei Krebsdiagnosen Verwendung.
Nun ging es Schlag auf Schlag. 2015 bringt Amazon mit «Alexa» einen quasi-intelligenten sowie KI-basierten Sprachassistenten auf den Markt. Ein Jahr später schlägt Googles KI «AlphaGo» den weltbesten Go-Spieler. 2018 stellt der Suchmaschinenkonzern mit «Duplex» ein KI-System vor, das selbstständig Telefongespräche und Termine vereinbaren kann – ohne dass Angerufene merken, es nicht mit einem Menschen zu tun zu haben. 2022 veröffentlicht OpenAI mit ChatGPT ein Sprachmodell, das seitdem in aller Munde ist. Mehrere andere Anbieter ziehen mit ähnlichen Angeboten nach. Sukzessive bieten generative KI-Modelle nie gekannte Optionen, um nicht nur Texte, sondern auch Bilder und Videos sowie Programmcodes zu erstellen. Bekannte Modelle sind in diesem Zusammenhang Claude, ChatGPT, Midjourney oder Stable Diffusion. Zahlreiche Möglichkeiten stehen inzwischen nicht nur Profis mit leistungsfähiger Hardware, sondern auch klassischen Usern mit einfachen Heimcomputern oder Smartphones zur Verfügung.
Gleichzeitig dringt die Künstliche Intelligenz in immer mehr Bereiche unseres Alltags vor.
Einige dürfte überraschen, dass die Schweiz seit Jahren zu den führenden Nationen im Bereich KI gehört. Dabei kamen die ersten Impulse allerdings aus dem Ausland. Ein Beispiel dafür ist das IBM Research Lab, das der Technologiekonzern bereits 1956 als sein erstes Forschungslabor ausserhalb der USA eröffnete und das sich seit vielen Jahren intensiv mit KI beschäftigt.
Treibende Kräfte für die Position der Künstlichen Intelligenz in der Schweiz sind auch die hiesigen Universitäten. Das gilt vor allem für die Eidgenössischen Technischen Hochschulen. An der ETH Zürich bzw. der EPFL Lausanne finden bereits seit den 1970ern bzw. 1980ern wichtige Grundlagenforschungen statt. Damit beschäftigen sich die Hochschulen schon mit KI, bevor diese zum heissen Thema avanciert. Sukzessive kommt es zu Spezialisierungen in wichtigen Bereichen wie:
Das zahlt sich heute aus. So gehört die Schweiz im Hinblick auf Zitationen in relevanten Forschungsarbeiten seit Jahren zur internationalen Spitze. Dazu kommen wichtige Neugründungen. So eröffnete die ETH Zürich 2020 beispielsweise ein neues Zentrum, das sich auf die KI-Forschung fokussiert und als Brutkasten für Start-ups fungieren soll.
Dazu kommen wichtige private bzw. privatwirtschaftliche Initiativen. Hier hat die Schweiz vor allem Angelo Dalle Molle viel zu verdanken. Der italienische Philanthrop und Unternehmer gründete ab 1972 nämlich gleich mehrere Institute, die sich direkt oder indirekt mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen. Dabei handelt es sich um folgende Einrichtungen:
Heute sind alle drei komplett in akademische Einrichtungen vor Ort integriert.
Meilensteine in der jüngeren Vergangenheit für die Künstliche Intelligenz in der Schweiz waren vor allem die Swiss AI Initiative sowie die Gründung des Swiss National AI Institute (SNAI).Bei der im Dezember 2023 gestarteten KI-Initiative handelt es sich um das weltweit grösste Open-Science- bzw. Open-Source-Projekt für KI-Grundlagenmodelle. Dagegen kooperieren im Rahmen des SNAI die nationalen KI-Champions ETH Zürich und EPF Lausanne und legen dabei den Fokus auf eine vertrauenswürdige und offene KI. Erklärtes Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung des ersten schweizerischen KI-Basismodells für Sprachen.
Veröffentlicht haben EPF Lausanne und ETH Zürich zusammen mit dem Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) bereits Apertus. Dabei handelt es sich um einen besonderen Meilenstein im Bereich der generativen KI. Apertus zeichnet sich nämlich nicht nur durch Transparenz, sondern auch durch Diversität aus. So haben die Entwickler das Sprachmodell mit mehr als 1.000 Sprachen trainiert – unter anderem auch mit Rätoromanisch und Schweizerdeutsch.
Damit berücksichtigt Apertus gezielt Sprachen, die in anderen Modellen kaum oder gar nicht repräsentiert sind.
Längst zieht die Schweiz auch international führende KI-Unternehmen an.
Eine Liste der Firmen, die hier sonst noch KI-Forschungen betreiben, liest sich wie ein Who is Who der Branche und umfasst etwa Google, Meta, Microsoft und Nvidia.
Ein internationaler Vergleich verdeutlicht die skizzierte Position der Schweiz. So rangiert die Alpenrepublik bei einer Untersuchung von Tortoise Media aus dem Jahr 2023 nicht nur unter den «Top 10 Countries in AI Research». Die Eidgenossen sicherten sich hier sogar einen hervorragenden vierten Platz – noch vor deutlich grösseren Staaten wie Grossbritannien, Australien oder Deutschland.
Bei den «Top 10 Countries in AI Intensity» reicht es sogar zu einem dritten Platz – sogar noch vor KI-Schwergewicht USA sowie der Technologienation Südkorea.
Investitionen in KI sind in der Schweiz und der ganzen Welt so hoch, weil die Technologie zahlreiche Vorzüge bieten kann. Aber was spricht genau dafür, künstliche Intelligenz zu nutzen? Wir skizzieren einige Chancen, die die Technologie in unterschiedlichen Bereichen bietet.
Künstliche Intelligenz ermöglicht eine präzisere und frühere Diagnose von Krankheiten, etwa durch Bildanalyse.KI-Systeme erkennen Muster in MRT- oder CT-Scans oft schneller und teilweise genauer als Ärzte. Zudem ergeben sich Vorteile durch die Möglichkeit, sehr grosse Patientendaten zu analysieren. Dies verbessert Behandlungserfolge und reduziert Nebenwirkungen. Es scheint allgemein so, als könne die KI in der Medizin ihre typischen Vorzüge besonders gut ausspielen. Studien weisen darauf hin, dass ihr Potenzial in der Krebsforschung besonders gross ist.
KI kann das Lernen nachhaltig verbessern. Geeignete Systeme sind nicht nur in der Lage, sich an das unterschiedliche Lerntempo einzelner Schüler anzupassen, wodurch eine individualisierte Unterstützung möglich ist. KI-Lernsysteme erkennen auch Schwächen und beheben diese gezielt durch massgeschneiderte Lernübungen. Gleichzeitig kann die KI das Lernen auch in abgelegenen Weltregionen ermöglichen und Lehrer stärker entlasten.
Künstliche Intelligenz kann die Produktivität von Unternehmen nachhaltig steigern. So lassen sich etwa Prozesse durch die KI-gestützte Automatisierung effizienter gestalten. KI kann in Unternehmen zudem dazu beitragen, Lieferketten zu optimieren oder die Nachfrage bezüglich einzelner Produkte besser zu prognostizieren. Dadurch lassen sich Kosten senken sowie Marktpotentiale durch die Anpassung von Produktionsmengen ausschöpfen. Auch die Erschliessung neuer Geschäftsfelder ist möglich.
Schon jetzt profitiert die wissenschaftliche Forschung in diversen Disziplinen stark von der KI. So beschleunigt sie etwa Entdeckungen in den Naturwissenschaften. Ein Beispiel dafür ist die Vorhersage von Proteinstrukturen. Wissenschaftliche Studien lassen sich durch eine Kernkompetenz der KI – die Erkennung von Mustern in grossen Datenmengen – zudem oft schneller veröffentlichen.
KI hat sich für viele Menschen längst zu einem wichtigen Werkzeug für zahlreiche alltägliche Aufgaben entwickelt. So kann jeder in Sekundenschnelle eine Künstliche Intelligenz Texte schreiben lassen – generative Sprachmodelle und ein paar Anweisungen («Prompts») machen es möglich. Nach dem gleichen Prinzip lässt sich Künstliche Intelligenz im Alltag nutzen, um nach Vorgaben Bilder und Videos zu generieren.
KI-Agenten können zudem Reisen oder Termine planen. Im Idealfall erweitert das die Möglichkeiten von normalen Computernutzern beträchtlich und hilft ihnen, Zeit zu sparen. Besonders Menschen mit Beeinträchtigungen sollen künftig von KI-gestützten Hilfsmitteln profitieren können.
KI hat aber leider nicht nur Vorteile. Einige Nachteile könnten die unbestrittenen Vorzüge sogar übersteigen. Doch was droht uns durch die Künstliche Intelligenz in Zukunft sowie teilweise auch bereits heute?
KI-Fans sind zwar der Meinung, dass die Künstliche Intelligenz durch Effizienzgewinne langfristig zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz beitragen kann.
Derzeit sieht die Bilanz aber anders aus. Allein das Training von grossen Sprachmodellen belastet die Umwelt und verbraucht Unmengen an Strom.Energiebedarf und Ausstoss von klimaschädlichem CO₂ steigen bei einer flächendeckenden Nutzung noch deutlich an. Für die in riesigen Rechenzentren installierten Computer ist zudem leistungsstarke Hardware notwendig, für die wiederum seltene Erden erforderlich sind. Deren Förderung gilt als extrem umweltschädlich. So kann die Förderung einer einzigen Tonne für bis zu 2.000 Tonnen an giftigen – darunter auch radioaktiven – Abfällen sorgen.
KI kann ein mächtiges Werkzeug sein. Leider haben das auch Kriminelle erkannt. Nur ein besonders spektakuläres Beispiel ist ein Fall, in dem 2024 Cyberkriminelle durch eine gefakte, KI-generierte Videokonferenz 20 Millionen Pfund erbeutet haben.
Da selbst billige oder sogar kostenlose KI-Tools Stimmen, Bilder und Videos von Personen täuschend echt nachahmen und so Adressaten manipulieren können, steigen die Schäden laufend. Dazu kommen noch politische Manipulationen durch Deepfakes oder KI-Bots. Das alles untergräbt langfristig das Vertrauen von Mediennutzern.
Künstliche Intelligenz funktioniert nicht immer wie gewünscht. Das wissen bereits normale Nutzer, die schon einmal ein Sprachmodell verwendet haben und schnell merken mussten, dass dieses irgendwann halluziniert. Zudem deuten Studien auf problematische Verzerrungen und unerwünschte Ergebnisse beim Einsatz von KI hin.
So diskriminieren viele KI-Systeme einige Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Nationalität offenbar systematisch. Bei Kriegssimulationen zeigten sich mehrere Systeme zudem unnachgiebig und sehr risikofreudig. So kam es teilweise in 95 Prozent der durchgespielten Szenarien zu einer nuklearen Eskalation. Problematisch dürften in vielen Fällen vor allem die Trainingsdaten sowie die Vorgaben der Entwickler sein. Wer will sich aber dann auf solche Systeme verlassen?
Es ist auf den ersten Blick positiv, dass die KI uns Arbeiten abnimmt. Allerdings gehen Personen oder sogar ganzen Gesellschaften so auch mittel- und langfristig Kompetenzen verloren. Zudem geben wir zumindest in Teilen die Kontrolle ab.
Was passieren kann, wenn die Künstliche Intelligenz in Zukunft die Kontrolle übernimmt, haben Kreative bereits vor Jahrzehnten in Büchern und Filmen beschworen. Selbst wenn es nicht zu diesen Dystopien kommt, droht uns immer noch eine gefährliche Abhängigkeit.
Apropos Arbeit: Zwar kann die Künstliche Intelligenz durchaus neue Jobs schaffen. Allerdings fallen durch Automatisierungen und Co. gleichzeitig auch Arbeitsplätze weg. Was unter dem Strich herauskommt, ist teilweise noch umstritten. Allerdings zeichnet sich bei KI eine Entwicklung ab, die auf Netto-Jobverluste hindeutet. 2025 warnte ein Bericht des US-Senats allein in den USA vor dem Verlust von bis zu 100 Millionen Arbeitsplätzen innerhalb einer Dekade. Vom Abbau sind dabei nicht nur Jobs für Geringqualifizierte betroffen, wie teilweise zu lesen ist. So warnte etwa der Internationale Währungsfonds explizit vor den KI-Folgen für Hochqualifizierte und Ältere.
Für Schlagzeilen sorgten zuletzt diverse US-Technologieunternehmen, die Tausende von Mitarbeitern feuerten und Aufgaben gezielt an die KI-Systeme delegierten.
© schweiz-kantone.ch, 23.3.2026, Autorenteam
Quellen:
Themen: Vorteile von KI, Digitale Transformation, Gemeinde Digitalisierung etc.
Wir erleben zurzeit einen regelrechten Boom von KI-Tools, die versprechen, unser Arbeitsleben zu erleichtern und mehr Möglichkeiten in der Kundenakquise zu schaffen. KI wird unseren Berufs- und Lebensalltag verändern. Doch neben KI ist MI nach wie vor unersetzlich. Mit der richtigen Aufgabenzuteilung ergeben sie ein Dreamteam. Meine Erkenntnisse dazu in diesem Artikel.
Künstliche Intelligenz wird heute vermehrt genutzt, um Probleme anzugehen. Auch Jugendlichen greifen auf digitale Tools zu: Sie schildern einer KI, was sie psychisch belastet. Bei KI-Sprachmodellen stossen sie auf ein «offenes Ohr», erhalten Bestätigung und teilweise hilfreiche Tipps. Mehr auf erf-medien.ch erfahren, dem Portal des christlichen Medienwerks ERF Medien.
Auf den ersten Blick wenig. Nur sei bei solchen Berechnungen nicht alles eingerechnet, sagt SRF-Wirtschaftsredaktor Dario Pelosi. Mehr auf srf.ch erfahren.
Künstliche Intelligenz entwickelt sich in einem atemberaubenden Tempo. Eine irische Journalistin analysiert die Innovationen und fragt, wie sie genau unseren Alltag verändern. Die Dokumentation ermöglicht einen Einblick in eine neue Welt mit vielen Unbekannten. Mehr auf arte.de erfahren.
Ein Reiseführer durch eine Welt in verrückten Zeiten von Marcel Salathé. Der Autor erforscht wie KI unsere Gesundheitssysteme beeinflusst und gesellschaftliche Prozesse verändert. Er entwickelt digitale Anwendungen und berät Organisationen im Umgang mit KI. Das Buch ist sehr aufschlussreich und verständlich geschrieben. Es eignet sich sehr gut für alle, die sich einen Einblick in die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft machen möchen. Erschienen ist es im WÖRTERSEH-Verlag
Wie wir mit einer neuen Haltung die Welt retten können von Leena Simon. Dieses Buch weist Wege in die digitale Mündigkeit und liefert das Rüstzeug zum kritischen Denken und Handeln. Denn mit Mut, Entschlossenheit und Übung können wir wieder mündig sein. Dann finden wir auch die Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit. Das Buch ist ein Muss für alle, die sich näher mit der Entwicklung und dem Umgang in unserer immer stärker werdenden digitalen Welt, beschäftigen wollen. Die Autorin Leena Simon ist graduierte Philosophin, IT-Beraterin, Netzphilosophin und Autorin. Sie beschäftigt sich mit digitaler Mündigkeit und Technikpaternalismus und arbeitet für Digitalcourage e.V., sowie als freie Referentin. Erschienen ist es im Verlag Art d'Ameublement
Wie KI Menschen und Wirtschaft steuert und für mehr Bürokratie sorgt von Mathias Binswanger. Mathias Binswanger diskutiert in seinem neuen Buch die Digitalisierung in Zusammenhang mit der Funktionsweise der kapitalistischen Wirtschaft. Es eröffnet so einen anderen Zugang zur Thematik der Digitalisierung, der erstmals aufzeigt, warum diese die Wirtschaft zunehmend vom Menschen abkoppelt, die Produktivität in der Produktion weiter steigert, gleichzeitig aber zu immer mehr Bürokratie führt und dadurch weiterhin Vollbeschäftigung garantiert. Der Autor befasst sich mit grundlegenden Fragen, wie: Wollen wir eine solche Entwicklung tatsächlich? Ist es klug, sich von bestimmten digitalen Lösungen, Systemen oder Prozessen abhängig zu machen, die wir gar nicht mehr durchschauen? Und wie können wir gegensteuern? Mathias Binswanger ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten und Privatdozent an der Universität St. Gallen. Er war zusätzlich Gastprofessor an der Technischen Universität Freiberg in Deutschland, an der Qingdao Technological University in China und an der Banking University in Saigon (Vietnam). Mathias Binswanger ist Autor von zahlreichen Büchern und Artikeln in Fachzeitschriften und in der Presse. Gemäß dem Ökonomen-Ranking der NZZ im Jahr 2017 ist Mathias Binswanger auf dem dritten Platz der einflussreichsten Ökonomen in der Schweiz und der Ökonom mit dem meisten Einfluss in der Politik. Erschienen ist es im Verlag WILEY
Philosophische Orientierung für eine gute Zukunft von Christian Uhle. Kann KI uns helfen, ein besseres Leben zu führen? Schon in naher Zukunft werden wir von einer persönlichen KI durch unseren Alltag begleitet. Auch virtuelle Partner und die Vernetzung unserer Umwelten im Internet der Dinge sind nicht länger Nischenphänomene. Der Philosoph Christian Uhle bietet uns eine Orientierungshilfe durch diese Neuerungen. Denn die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz faszinieren mit großer Strahlkraft und entwickeln sich rasend schnell. Mit Sicherheit werden sie die Gesellschaft und die Welt, in der wir leben, nachhaltig verändern. Aber in welche Richtung? Meist sind neue Technologien mit den glitzernden Versprechen einer besseren Zukunft verbunden: Mehr Zeit für das Wesentliche dank smarter Apps! Mehr Verbindung zu deinen Mitmenschen durch Online Dating! Entlastung und Begleitung durch KI - rund um die Uhr! Christian Uhle schaut, wo sich tatsächlich Potentiale für ein erfüllteres Leben, eine gute Zukunft eröffnen – und wo wir in die Irre geleitet werden. Christian Uhle ist Philosoph und lebt in Berlin. Die Frage nach dem Sinn treibt ihn seit Jahren um. Als Wissenschaftler hat er zu gesellschaftlichen Transformationen geforscht und seine Perspektiven in zahlreichen Vorträgen und Gastbeiträgen öffentlich gemacht. Er war philosophischer Berater der Arte-Serie »Streetphilosophy«, ist Host mehrerer Veranstaltungsreihen und verkörpert eine engagierte, junge Philosophie. Erschienen ist es im Verlag S. Fischer
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