
Gartengestaltung leicht gemacht: Achtung Suchtpotenzial!
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Vielleicht sind wir uns einig: Tendenziell werden die Sommer immer heisser. Die Ausnahme der letzten Regenperiode bestätigt die Regel. Davor war es nämlich ausgesprochen trocken. Was bedeutet das für unseren Garten? Wenn es kaum regnet, die ganze Zeit bewässern? Das gibt viel Arbeit, verursacht hohe Wasserkosten und fühlt sich oft nicht ganz richtig an, wenn eigentlich Wasser Sparen angesagt ist. Wie sieht es mit hitze- und trockenresistenten Pflanzen aus? Welche kommen da in Frage und was das Ganze mit dem Klimawandel auf sich? Erfahren Sie mehr dazu in diesem Artikel.
Die Themen im Überblick:
Wissenschaftliche Messungen zeigen: Auf der Erde wurde es in letzter Zeit immer wärmer. Auslöser dafür sind wir Menschen, darüber sind sich die KlimawissenschaftlerInnen einig. Man kann es glauben oder nicht. Ernst nehmen oder nicht. Fest steht, dass wir seit der Industrialisierung Unmengen von Treibhausgasen in die Atmosphäre ausstossen.
Treibhausgase wirken sich äusserst schädigend auf den natürlichen Treibhauseffekt aus, der das Leben auf der Erde erst möglich macht.
Knapp ausgedrückt verändern sie diese lebenswichtige Schutzschicht um den Planeten so, dass überschüssige Wärme nicht mehr ins All abweichen kann. In der Folge erwärmt sich die Erde immer mehr, was wir ja bereits zu spüren bekommen.
Diese allgemeine Erwärmung beeinflusst auch unser Wetter. Die Häufigkeit und Intensität von Extremwetter nehmen zu.
(Quelle: WWF)
Mit solchen Wetterphänomenen machen wir immer häufiger Bekanntschaft, die einen von weitem, die anderen an Leib und Leben. Soviel zur Grundlage.
Gartenbesitzer merken es, irgendwie ist es heisser und trockener und das Wetter immer weniger berechenbar. Heisst das nun giessen, giessen, giessen? Heisst das Bewässerungsanlagen installieren?
Oder müssen wir uns bald von unseren blühenden Gärten verabschieden, weil Wasser definitiv knapp wird?
So weit sind wir glücklicherweise noch nicht und ich hoffe immer noch sehr, dass wir es als Weltgemeinschaft schaffen, das Ruder noch rechtzeitig herumzureissen. Und bis dahin können wir natürlich persönlich eine Menge zum Schutz des Klimas tun. Auch in unserem Garten. Es gibt nämlich wunderschöne Pflanzen, die man als Sonnenanbeter bezeichnen kann und die auch mit anhaltender Trockenheit gut zurechtkommen.
Die einfachste Antwort auf diese Frage wäre vielleicht: Pflanzen aus südlicheren Regionen, die ein solches Klima gewohnt sind. Ja und nein. Die Sache mit den einheimischen Pflanzen ist ein ebenso relevanter Punkt.
Einheimische Pflanzen fördern die absolut wichtige Biodiversität, indem sie einheimische Tierarten deren Bedürfnissen gemäss ernähren. Zudem sind einheimische Pflanzen winterhart.
Also müssen wir auf der Suche nach Sonnenanbetern und Trockenkünstlern nicht auf Pflanzen von anderen Kontinenten ausweichen. Auch in Mitteleuropa gibt es natürlicherweise heisse, trockene Standorte, an denen einheimische Pflanzen problemlos gedeihen.
Dazu einige Beispiele:
Feldahorn, echte Felsenbirne, Weichselkirsche, Mispel, Wildapfel oder -birne, gewöhnliche Mehlbeere etc.
Die wertvollen Wildfrüchte können genutzt und genossen werden, wenn nicht von uns selbst, dann liebend gerne von Vögeln, Kleintieren und Insekten.Durch das Pflanzen einheimischer Arten können wir in unserem Garten die Biodiversität wirkungsvoll unterstützen.
Gemeine Felsenbirne, gemeine Berberitze, Färberginster, eingriffeliger Weissdorn, Kornelkirsche, wolliger Schneeball etc.
Sträucher können entweder freistehend oder als Hecke bzw. Hain gepflanzt werden. Auch hier sind die Früchte teilweise geniessbar und sehr gesund.
Dornige Exemplare bieten nicht nur willkommene Nahrung in Form von Blüten und Früchten/Beeren, sondern auch einen vor diversen Feinden geschützten Unterschlupf und Nistplatz.
Zwerg-Glockenblume, Mauerpfeffer, Thymian, Oregano, Blauschwingel, Bergaster, Leinkraut, Färberkamille, Fetthenne, Natternkopf etc.
Wer es mit den wärmeren Klimabedingungen in unseren Gärten schwer hat, ist der Rasen. Bei längerer Hitze und Trockenheit wird er schnell braun und unansehnlich, sofern er nicht aufwändig bewässert wird. Denken wir an die verdorrte Landschaft in den Sommerferien am Meer … Mögliche ökologische und zugleich sehr «entspannte» Alternativen sind eine bunte Blumenwiese oder ein Kräuterrasen, beispielsweise mit Sandthymian (Thymus serphyllum). Der grosse Vorteil: Das häufige Mähen fällt weg, ebenso Düngen sowie der Einsatz diverser Chemikalien aus dem Gartencenter. Dafür entsteht eine blühende und duftende Insektenweide, begehbar, jedoch nicht geeignet zum Fussballspielen. Und Barfüsse aufgepasst vor allfälliger Selbstverteidigung seitens der sich tummelnden Insekten!
Pflanzen sind für unser Klima enorm wichtig – global und auch im Kleinen! Pflanzen verbrauchen Kohlendioxid und wandeln es durch Fotosynthese in wertvollen Sauerstoff um. Sie reinigen also die Luft. Indem sie über ihre Blätter Wasser verdunsten, sorgen sie bei Hitze ganz natürlich für Abkühlung. Bäume spenden Schatten, in welchem sich kleinere Pflanzen wohlfühlen können, ebenso Mensch und Tier. Die Erde speichert das Regenwasser, das anschliessend den Pflanzen zur Verfügung steht. Auf geteerten, betonierten oder sonst versiegelten Flächen läuft das Wasser durch die Kanalisation ab.
Pflanzen sorgen also für ein angenehmes Mikroklima in der unmittelbaren Umgebung.Ebenfalls wichtig ist eine durchgehende Bedeckung der Bodenfläche mit Pflanzen oder durch eine Mulchschicht. Das verhindert die Verdunstung von kostbarem Wasser und das Absterben der Abertausenden von Klein- und Kleinstlebewesen im Erdreich.
Für ein gesundes Klima sind Pflanzen absolut wichtig, im Grossen wie im Kleinen. Sie sind sogar überlebenswichtig. Wo Pflanzen wegfallen, beginnt auch das übrige Leben zu leiden. Es folgen Erosion und Vertrocknung. Und wer würde sonst das ganze CO², das wir ausstossen, in Sauerstoff umwandeln?
Pflanzen ziehen können übrigens nicht nur Gartenbesitzer. Bereits auf einem Fensterbrett lassen sich ein paar Blumen oder Kräuter anbauen und erst recht auf Balkon und Terrasse. Nicht zu vergessen sind begrünte Fassaden und Dächer. Gerade in Städten lässt sich damit die Umgebung auf natürliche Art kühlen. Und je weniger versiegelte Flächen es gibt, desto mehr Regenwasser wird gespeichert und steht den Pflanzen bereit.
© schweiz-kantone.ch, 19.8.2025, Tabea Räber
Tabea Räber, Texterin, Orthografie-und-Grammatik-Prüferin, Hobbygärtnerin, Leseratte, Pflege-Erfahrene, Seniorenbetreuerin, Gerne-Köchin und Geniesserin, ruhender Pol. Sie ist regelmässige Autorin für Artikel rund um Gartenpflege und Gartenbau.
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