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News Additive Fertigung Schweiz: schichtweise zum perfekten Produkt

Additive Fertigung Schweiz: schichtweise zum perfekten Produkt

Schweizer Industrie: Präzis. Zuverlässig.

Die Schweizer Industrie ist bekannt für ihre präzisen und zuverlässigen Produkte. Unternehmen, die auf Zuverlässigkeit angewiesen sind, setzen gerne auf Schweizer Qualität, auch wenn diese in der Beschaffung etwas teurer sein mag. Im laufenden Betrieb und hochgerechnet auf die gesamte Leistung und Nutzung, sieht das meistens anders aus, zum Beispiel die Maschinenindustrie. Aber auch im Formenbau – konkret bei der Additiven Fertigung (früher bekannt als 3D-Druck) – zählen Unternehmen gerne auf Schweizer Qualität. Über die Vorteile und Entwicklung dieser Fertigungstechnologie.

Die Themen im Überblick:

Additive Fertigung Schweiz: schichtweise zum perfekten Produkt
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Was ist additive Fertigung (engl. Additive Manufacturing)?

Bei der additiven Fertigung handelt es sich um eine Fertigungstechnik von Bauteilen (=physische Objekte). Ein Bauteil ist ein Teil, das zum Beispiel für ein Produkt verwendet wird. Dieses wird mit 3D-Druck schichtweise aufgebaut. Dieses Schichtaufbauen hat den grossen Vorteil, dass der Materialverschleiss sehr gering ist, was bei früheren Verfahren nicht der Fall war.

Vorteile

Die wichtigsten Vorteile auf eine Blick:

• Mit Additiver Fertigung können Produktentwicklungszeiten verkürzt werden.
• Es braucht keine teure Werkzeuge oder Formen.
• Komplexe Bauteile können mit diesem Fertigungsverfahren besser aufgebaut werden als mit früher angewendeten. Insbesondere in der Automobilindustrie ist dieses Verfahren sehr beliebt.
• Mehr Möglichkeiten bei der Materialwahl, was auch die geopolitische Abhängigkeit reduziert.
• Funktionsfähige Bauteile können innert kürzester Zeit hergestellt werden.
• Auch Kleinserien sind kostengünstig und können effizient hergestellt werden.

Quelle: vonallmen.ch

Komplexe Bauteile können mit additiver Fertigung besser aufgebaut werden als mit früher angewendeten.
Komplexe Bauteile können mit additiver Fertigung besser aufgebaut werden als mit früher angewendeten.

Welchen Stellenwert hat die additive Fertigung in der Schweiz?

Laut Swissmem.ch hat sich Additive Fertigung zu einer bedeutenden Fertigungstechnologie mit industriellem Potenzial etabliert. Swissmem hebt dabei besonders die Möglichkeit der Serienproduktion hervor. In der Schweizer Industrie wird das moderne Fertigungsverfahren in folgenden Bereichen eingesetzt:

• Luft- und Raumfahrt,
• Tech-Industrie,
• Medizinal- und Automobilindustrie,
• dem klassischen Maschinenbau, bis hin zur
• Schmuckherstellung

Herausforderung Entwicklungen

Wie auch der digitale Bereich, entwickelt sich additive Fertigung schnell. Neueste Entwicklungen und Trends müssen darum gut beobachtet werden.

• Entwicklung erfordert immer auch eine Risikoabwägung bei den Investitionen. Wo lohnt es sich, zu investieren? Wo müssen bestehende Fertigungsverfahren beibehalten bleiben?
• Laufende technologische Entwicklung erfordert auch eine stetige Weiterbildung der Mitarbeitenden, damit Wissen und technische Möglichkeiten im Einklang bleiben.
• Es braucht ein zuverlässiges Marktpotenzial, damit sich hohe Anschaffungskosten rechtfertigen.
• Damit additive Produktion wirtschaftlich funktioniert, braucht es einen durchgehend digitalen und automatisierten Ablauf, von der Konstruktion (Scannen der Vorlage) bis zur Fertigung mit dem 3D-Druck. Quelle: Swissmem.ch, SRF.ch

3D-Druck hat wie viele andere Industriezweige Probleme mit der Beschaffung von Rohstoffen und mit der optimalen Wiederverwendung oder Entsorgung.
3D-Druck hat wie viele andere Industriezweige Probleme mit der Beschaffung von Rohstoffen und mit der optimalen Wiederverwendung oder Entsorgung.

Ein Gebäude aus einem 3D-Drucker?

Für manche Entwicklungen braucht es viel Fantasie. Wer kann sich schon vorstellen, dass ein 3D-Drucker ein Gebäude erstellt? Doch das ist tatsächlich passiert. Lediglich 140 Stunden dauerte es, bis es fertig war. Gemeint ist das «Tor Alva» in Mulegns (Heidelberg).

Mit dem dort verwendeten Drucker lassen sich:

• Säulen
• tragende oder verkleidende Fassaden und
• Deckenelemente

herstellen.

Sowohl in China wie in den USA gibt es gedruckte Häuser. In der Schweiz lassen sich keine Gebäude, jedoch Bauteile aus Beton herstellen. Laut dem Radiobeitrag «Individuelle Häuser mit organischen Formen sind möglich» auf Radio SRF 3 sollten in Zukunft individuell gestaltete Häuser mit 3D-Druck möglich sein.

Da die Häuser in der Schweiz sehr vielfältig sind, gibt es eine grosse Bandbreite an Konstruktionsprinzipien und Materialien. Ein vollständiger Druck eines Hauses ist aus diesem Grund wohl eher schlecht möglich.

3D-Druck als Anfang einer neuen Denkweise

Die Firma Von Allmen AG im zürcherischen Pfäffikon hat den 3D-Druck schon immer als Anfang einer neuen Denkweise verstanden und bereits im Jahr 1993 mit dem 3D-Druck von Kunststoffteilen begonnen. Zu dieser Zeit war dieses Fertigungsverfahren noch kaum bekannt. 3D-Druck – oder eben additive Fertigung – ermöglicht es, Bauteile direkt aus digitalen Daten herzustellen. Die Firma Von Allmen AG ist seit über 50 Jahren im Bereich Formenbau am Markt tätig.

Wie die aufgeführten Beispiele zeigen, ist additive Fertigung eine faszinierende Fertigungstechnik, deren Möglichkeiten noch längst nicht ausgeschöpft ist, weil die Schweizer Industrie – darunter innovative Firmen wie die Von Allmen AG – dranbleibt.

VON ALLMEN AG: Über 50 Jahre Erfahrung im Fertigungstechnologien wie additive Fertigung.
VON ALLMEN AG: Über 50 Jahre Erfahrung im Fertigungstechnologien wie additive Fertigung.

© schweiz-kantone.ch, 8.6.2026/Andreas Räber

Additive Fertigung Schweiz: schichtweise zum perfekten Produkt

Autor

Andreas Räber ist Enneagramm-Coach/Trainer, GPI®-Coach, sowie Autor von zahlreichen Blogs, Fachartikeln und Kurzgeschichten aus den Bereichen Industrie, Beruf, Gesundheit, Natur und Leben. Erste Begegnungen mit Oberflächenveredelung oder Oberflächenbeschichtung hatte er durch seinen Vater (Galvaniseur). 

Andreas Räber, Enneagramm-Coach/Trainer, GPI-Coach, Pfäffikon ZH

Mehr Artikel und Infos zum Thema Additive Fertigung im Web

srf.ch: Algorithmen sollen dem 3D-Druck zum Durchbruch verhelfen

Additive Drucktechnologien kommen heute in nahezu allen Industriezweigen, der Forschung und der Medizin zur Anwendung, vor allem für Prototypen. Damit aber auch Serienfertigungen wirtschaftlich sind, muss auch die Konstruktion mit Algorithmen automatisiert werden.

Mehr auf srf.ch erfahren.

fhnw.ch: Additive Fertigung begeistert Kunststoffnachwuchs

Die additive Fertigung von Kunststoffen hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Dabei nimmt die Vielfallt an Verfahren und Werkstoffen kontinuierlich zu.

Mehr auf fhnw.ch erfahren.

zhaw.ch: Forschungsbereich Additive Manufacturing

Die Entwicklung von Bauteilen für die Herstellung mittels additiver Fertigungsverfahren erfordert spezielles Know-how über die Möglichkeiten des PBF-LB/M-Verfahrens (Powder bed fusion of metal with laser beam). Schwerpunkt der ZHAW School of Engineering, einer der führenden technischen Bildungs- und Forschungsinstitutionen, liegt auf der Forschung im Bereich Additive Manufacturing in Metall und neuen Themen wie dem Keramikdruck.

Mehr auf zhaw.ch erfahren.

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