Vollgeld Initiative: Weg vom Buchgeld

Vollgeld-Initiative – Weil echtes Geld mehr wert ist

Ein volles Bankbüchlein zu haben, ist ein gutes Gefühl. Ein Gefühl von Sicherheit. Aber auch eines, das nicht ganz der Wahrheit entspricht. Denn Geld hat zwar einen Wert, aber dasjenige, auf welches wir im Kontoauszug sehen, existiert zu einem grossen Teil gar nicht. Weil es sich nur um Schulden der Bank gegenüber dem Kunden handelt…

Vollgeld-Initiative.ch schreibt, dass zirka 90 Prozent unseres Geldes lediglich elektronisches Kapital ist (sogenanntes Buchgeld) . Geld, das eine Bank per Knopfdruck selbst schaffen kann, um damit ihr Geschäft (u.a. Kredite, Immobilien, Aktien) zu finanzieren. Ein Konto zeigt lediglich Buchgeld an und ist eine Forderung des Kunden an die Bank, ihm Bargeld auszuzahlen.


Tipp: Erklärungsvideo NZZ – Was ist Buchgeld?

(Der Klick auf das nachfolgende Bild, führt Sie direkt zum Video auf NZZ.ch)

Vollgeld-Initiative.ch: Buchgeld: Erlärt im Video der NZZ
Buchgeld: Erlärt im Video der NZZ

Buchgeld unter der Lupe

Buchgeld entsteht durch Einzahlung von Bargeld auf ein Bankkonto. Am meisten jedoch durch Kreditgewährung der Kreditinstitute. Allein das Gesamtvolumen der Sichteinlagen (Bezeichnung für Bankguthaben, bei denen keine Laufzeit oder Kündigungsfrist vereinbart ist) im August 2013 war laut Wikipedia.org «im Euroraum mit 4.858 Milliarden Euro fünfmal so gross wie der Bargeldumlauf mit 957 Milliarden Euro.» Buchgeld stehe dauernd für den unbaren Zahlungsverkehr, aber auch für Bargeldauszahlungen zur Verfügung. Da Sichteinlagen jederzeit durch Abhebung in Bargeld umgewandelt werden können, bezeichnet man sie als potenzielles Bargeld. Buchgeld und Bargeld bilden den gesamten Geldbestand des Nichtbankensektors. Dieser Geldbestand wird mithin durch Einzahlungen oder Auszahlungen von Bargeld nicht verändert.

Schwingt bei Ihnen auch ein mulmiges Gefühl mit, wenn Sie diese Infos lesen? Stellen Sie sich nicht auch die Fragen: «Und wo ist mein Geld wirklich? Was, wenn das Bargeld das Buchgeld nicht decken kann?» Man kann mit einem Wassertank von 100 Litern keinen mit 500 füllen. Selbst wenn Papier auch heute noch alles annimmt …


Wie Banken Geld herstellen – Video von Vollgeld-Initiative.ch


Sicherheit und Vorteile von sogenanntem Vollgeld

Das Vollgeld auf Zahlungskonten ist so sicher wie Bargeld schreibt Vollgeld-Initiative.ch. 1:1. Punkt. Grund: Es ist echtes Geld der Nationalbank. Bankenpleiten können ihm laut Initiative nichts anhaben. Die Regel, nicht mehr auszugeben, als man zur Verfügung hat, wird hier angewendet. Die Spielregeln für Banken und Unternehmen sowie Gross- und Kleinbanken werden für alle wieder gleich. Finanzblasen können besser verhindert werden, weil die Banken kein eigenes Geld mehr schaffen können. Nicht mehr ausgeben als Mann und Frau hat. Das lernen wir in der ersten Klasse. Oder?

Banken können nur noch mit Geld arbeiten, das ihnen von Sparern, anderen Banken oder von der Nationalbank zufliesst oder das sie selber besitzen. Damit haben sie keinen unfairen Vorteil mehr, sondern werden allen anderen Marktteilnehmern – die alle kein Geld herstellen können – gleichgestellt.

Das Geld gehört dann den Kontobesitzern und geht nicht verloren, falls eine Bank in Schieflage gerät.

Wettbewerbsvorteile durch Buchgeld

Ich gestehe offen ein, dass ich das System der Banken mit Buchgeld und Sichteinlagen nicht ganz nachvollziehen kann. Dass man mit Buchgeld gewisse Wettbewerbsvorteile erwirtschaften kann, leuchtet mir allerdings ein. Banken rühren oftmals mit der grossen Kelle an. Die Gefahr, dass Steuermilliarden (!!!) für die Rettung von Grossbanken eingesetzt werden müssen, leuchtet hingegen nicht ein. Mit etwas wirtschaften, das man nicht hat – und das im Krisenfall von Nichtbetroffenen gedeckt wird – finde ich unfair.

Back to the Roots. Zurück zum langfristigen Aufbau. Es gibt ganz sicher mehr Möglichkeiten als Steuergeheimnis oder Vollgeld. Verstecken oder Risiko. Wir entscheiden. Und einmal mehr an der Urne. Jede Stimme zählt!

Vollgeld-Initative - Webseite

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